Balsthal

Hypothekengeschäft der Clientis Bank wächst stark

Die Bank hat mehr Hypotheken vergeben. (Archiv)

Die Bank hat mehr Hypotheken vergeben. (Archiv)

Die Clientis Bank im Thal hat im vergangenen Geschäftsjahr deutlich mehr Hypotheken vergeben. Auch der Gewinn ist stark gestiegen.

Die stark regional ausgerichtete Clientis Bank im Thal mit Hauptsitz in Balsthal hat ihre Marktstellung erneut ausgebaut. Der Bestand an Hypotheken ist im vergangenen Geschäftsjahr um 8,6 Prozent auf 254,6 Millionen Franken gestiegen, wie das Institut am Freitag bekannt gab.

Das ist deutlich mehr als bei anderen in der Region tätigen Banken. Schon im Vorjahr sind die Hypothekarforderungen mit sechs Prozent stark gewachsen. Die überdurchschnittliche Ausweitung sei aber nicht über eine Aufweichung der Kreditvergabekriterien erreicht worden, sagt Bankchef Hans Peter Schrenk. So würden die Vorgaben über Belehnungshöhe, Tragbarkeit und Liegenschaftsbewertung strikte eingehalten. «Wir pflegen eine vorsichtige, eher konservative Risikopolitik.»

«Netzwerk als Türöffner»

Die Gründe für das Wachstum lägen – nebst den weiterhin äusserst attraktiven Finanzierungsbedingungen – unter anderem in der starken Verankerung der Bank in der Region und der individuellen Beratung, erklärt Schrenk. «Die Bank mit ihren Mitarbeitenden verfügt über ein enges Netzwerk, welches im ländlichen Raum schon eine Türöffnerfunktion spielen kann.» Im Einzugsgebiet der Bank werde kontinuierlich und nicht boomartig Wohnraum gebaut. Hinzu kämen die vergleichsweise günstigen Landpreise, was die Nachfrage ankurble. «Im Vergleich zum Gäu sind die Bodenpreise hier etwa halb so teuer.» Die Ausfallrisiken habe man im Griff. Einerseits umfasse das Kreditgeschäft fast ausschliesslich Privatkunden und nur wenige Gewerbekunden. Die Ausfälle durch allfällige Firmenkonkurse sei also beschränkt.

Andererseits seien die Immobilienpreise nur moderat gewachsen. Deshalb könnten die Preise auch nicht abstürzen, was eine allfällige Nachschusspflicht für Kreditnehmer minimiere.

Auf der Passivseite sind die Kundengelder um 3,4 Prozent auf 183 Millionen Franken gestiegen. Der Kundendeckungsgrad (Kundengelder im Verhältnis zu den Ausleihungen) liegt mit 69,5 Prozent relativ tief für eine Regionalbank. Die Bilanzsumme erhöhte sich im Geschäftsjahr 2014 um 8,7 Prozent auf 292,5 Millionen Franken.

Bruttogewinn stieg um ein Drittel

Trotz weiter sinkender Zinsmarge konnte die Bank im Thal den Erfolg im Zinsengeschäft, dem weitaus wichtigsten Ertragspfeiler, um 6,9 Prozent auf 3,6 Millionen Franken steigern. «Das haben wir vorab dank dem starken Wachstum erzielt», sagt Schrenk. Gleichzeitig wurden die Kosten gesenkt. Die Kombination von Ertragssteigerung und Kostensenkung führte zu einem Bruttogewinn von 1,4 Millionen Franken, 35,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

Das Cost-Income-Ratio – die wichtige Kennzahl zeigt das Verhältnis der Kosten zum Ertrag an – ist von 73,6 auf 66,3 Prozent gesunken. Unter dem Strich resultierte ein Jahresgewinn von 0,46 Millionen Franken, 7,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Generalversammlung wird die unveränderte Ausschüttung einer Dividende von 12 Prozent oder 6 Franken pro Aktie beantragt.

Aufgrund des weiterhin anhaltenden Margendrucks sowie moderat steigenden Kosten rechnet die Bank für das laufende Geschäftsjahr mit «einem leicht rückläufigen Ergebnis».

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