Von Hof zu Hof – von Tür zu Tür, das war mehrere Jahre der Weg, den die Hundesteuer-Einzügerin Caroline Fluri-Dobler aus Ramiswil auf sich nehmen musste. Und wenn Herrchen oder Frauchen nicht zu Hause waren, denselben Weg später nochmals. Angesichts der Grösse des Gemeindegebiets kamen so etliche Stunden und Kilometer zusammen. Ein aufwendiger Job, ohne Frage. Fluri trat damals in die Fussstapfen ihres Vaters Sepp Dobler, der den Einzug ebenfalls über Jahre durchführte. Nun hat sie auf Ende Jahr demissioniert.

Bezahlt wird am Schalter

Die Demission veranlasste die Verwaltung dazu, den Hundesteuereinzug zu überdenken und eine Neuorganisation ins Auge zu fassen. Rund 240 Hunde leben inzwischen auf dem Gemeindegebiet von Mümliswil und Ramiswil. Vor Jahren, als die Hunde noch nicht gechipt werden mussten, war der persönliche Besuch bei den Hundehaltern wichtig. Nur so war es möglich, alle Hunde im Guldental zu erfassen.

In der Zwischenzeit sind praktisch alle Hunde gechipt und in der Anis-Datenbank registriert. Diese wird den Gemeinden jährlich aktualisiert zur Verfügung gestellt und der Kanton liefert entsprechend die Anzahl Hundemarken. Zusätzlich erfolgt seit einiger Zeit bei der Einwohnerkontrolle eine Ersterfassung von potenziellen Hundehaltern, die neu in die Gemeinde ziehen. Diese Hunde wurden ergänzend zur Anis-Liste der Hundesteuereinzügerin gemeldet.

Hundehalter, die ihrer Pflicht nicht nachkamen, wurden bis anhin ebenfalls von der Verwaltung bei der Polizei verzeigt, die daraufhin eine Strafanzeige gegen die Fehlbaren eröffnete. «Die Verwaltung ist also schon bei mehreren Punkten in das Verfahren involviert und es macht deshalb Sinn, den Hundesteuereinzug in das Arbeitsgebiet der Verwaltung zu integrieren», erläuterte Gemeindepräsident Kurt Bloch an der Ratssitzung seinen Antrag.

Obwohl einige Ratsmitglieder die Meinung vertraten, dass die Verwaltung schon «genug um die Ohren» habe, stimmte der Gemeinderat dem Begehren einstimmig zu. Ab Januar muss somit die Hundesteuer inklusive Hundemarke bei der Gemeindekanzlei bezahlt werden. Dies ist übrigens seit einiger Zeit auch per Kreditkarte möglich.

Ja zu ARA-Statutenänderung

Der Gemeinderat hat im Weiteren die Vernehmlassung der Statutenänderungen des Zweckverbandes ARA Falkenstein zustimmend beantwortet. Darin enthalten ist auch der Beitritt der Gemeinde Welschenrohr zum Zweckverband. Ebenfalls wurde der neue Kostenverteiler positiv zur Kenntnis genommen. Dies unter dem Vorbehalt, dass vor Grossinvestitionen das freie Grosseinleiter-Kontingent von 2300 (früher Gehrig AG) verursachergerecht vergeben wird. Aktuell ist das Kontingent von 2300 (= Einwohnergleichwert) auf alle Verbandsgemeinden aufgeteilt.

Ferner hat der Rat den kürzlich brevetierten Feuerwehroffizier Patrick Walter einstimmig für den Rest der Amtsperiode 2013/2017 als Mitglied des Feuerwehr-Stabes gewählt.