Härkingen

Hund und Besitzer bewegen sich gemeinsam auf dem Parcours

Am Agility-Meeting des Kynologischen Vereins Säli Olten in Härkingen prüften rund 260 Teams aus der ganzen Schweiz am Wochenende ihre Geschicklichkeit.

Der Hund sei für sie zuerst einmal ihr treuer Begleiter, erklärt Susi Herrmann vom Kynologischen Verein Säli Olten. Als schöne Zutat kommt Agility dazu, der Spass, sich zusammen zu betätigen, zu spielen und zu trainieren. Es geht nicht in erster Linie darum, den Hund zu dressieren, sondern der Vierbeiner soll zuerst selber Freude daran haben, den Hindernisparcours abzulaufen. - Susi Herrmann ist eine der insgesamt rund 100 Helferinnen und Helfer, die OK-Präsident Röbi Herrmann bei der Durchführung des Agility-Meetings an diesem Wochenende unterstützen. Später klinkt sie sich aus der Organisation aus, um als Teilnehmerin mit ihrem zweijährigen Königspudel-Rüden «Andar» das erste Mal in der Kategorie «Anfänger» zu starten. Sie hatte seit zwanzig Jahren immer einen Hund, einen Pudel. Mit dem jetzigen befindet sie sich erst im Aufbau. Röbi Herrmann, ihr Mann, hingegen macht bei Wettbewerb nicht mit - seine Königspudeldame «Pila» ist mit 13 Jahren in einem Alter, wo sie kürzer treten darf.

Bereits die siebte Ausgabe

Der Kynologische Verein (KV) Säli Olten führt das Agility-Meeting nun bereits zum siebten Mal durch. Da das Clubgelände im Ruttiger nicht gross genug ist, weicht der KV in die Reithalle des Kavallerie- und Reitvereins Gäu nach Härkingen aus. Am Anfang waren einige etwas skeptisch, erinnert sich OK-Präsident Herrmann. Die Halle, wo man das Turnier unter Dach abhalten kann, verfüge über eine optimale Infrastruktur, lobt er. «Und das Einvernehmen mit dem Reitverein und den Bauern ist super.»

Herr auf dem Platz ist Punkterichter Max Glanzmann aus Biberist, seit 1998 Richter mit internationalem Brevet. Er hat den Parcours mit mehreren Hindernissen bestückt. Mit Hürden, einer Mauer, einem Slalomkurs, zwei Tunnels und einem Sacktunnel, das heisst mit einer kurzen Tunnelröhre, die in einen offenen Sack mündet. Dazwischen sind drei so genannte Zonengeräte platziert: eine Brettwippe, eine Schrägwand und ein Laufsteg in Form einer schmalen Brücke. Für die Hunde der Kategorie 3, der obersten Kategorie, gilt es, einen Parcours von 175 Metern zu überwinden. Maximal 70 Sekunden darf ein Hund dafür brauchen. Die meisten Vierbeiner spurten die Strecke in vierzig Sekunden ab und haben erst noch Luft, um dabei vor Freude zu bellen, aber auch die Hundeführerinnen und Hundeführer müssen sich sputen. Wie beim Springreiten ist es das Ziel, alle Hindernisse in möglichst ohne Fehler zu passieren, als zweites Kriterium wird die Zeit gestoppt.

Gestartet wird in drei Klassen: «Small» (bis 35 Zentimeter Risthöhe), «Medium» (bis 43 Zentimeter) und «Large» (über 43 Zentimeter). Da reicht das Spektrum vom Zwergpudel bis zum Labrador, eine Grenze setzt die Gewichtslimite von 30 Kilogramm Körpergewicht. Häufig sieht man Border Collies, Australische Schäfer oder Malinois, aber auch ein Sennenhund aus dem Urnerland ist dabei. Neben den Anfängern gibt es drei Stärke-Kategorien.

Die Kategorie der besten und schnellsten Hunde gingen am Sonntagvormittag an den Start.

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