Neuendorf

Houdini sucht Nachwuchs – Magier Bedrini zu Gast im Ferienpass

Zauberkünstler Bedrini verrät den Ferienpasskindern seine Tricks, obwohl die Zaubererregeln dies ausdrücklich verbieten.

«Lirum, larum, Löffelstiel, Zaubern ist kein Kinderspiel», lautet einer der vielen Zaubersprüche von Zauberkünstler Bedrini. Dieser trat gestern Donnerstag vor staunenden Kindern des Ferienpasses Neuendorf auf. Er führte jedoch nicht nur verblüffende Tricks vor, sondern lernte den Kindern sogleich auch, wie sie die geschickten Handgriffe Zuhause nachmachen und ihre Eltern verzaubern können.

Die Regeln für einen Zauberer sind einfach: Hab Spass, bleibe ruhig und übe viel. Die wichtigste, goldene Regel der Zauberer lautet aber: Verrate niemals deine Tricks. Denn wenn das Geheimnis gelüftet wird, ist der Zaubertrick anscheinend für immer verloren. Der Houdini aus Härkingen macht für den Ferienpass aber eine Ausnahme. Denn schliesslich sitzen viele potenzielle Zauberer vor ihm.

Das kleine Zaubereinmaleins

Der Künstler verrät den angehenden Zauberlehrlingen, wie sie ihr Publikum täuschen können: «Der Verkauf ist am wichtigsten», ermahnt er. Und immer den Blickkontakt mit dem Publikum halten, nicht auf die Hände schauen. Die Kinder nicken zustimmend; das leuchtet ein. Und je einfacher der Zaubertrick ist, desto grösser muss die Ablenkung sein. Nur so könne man das Publikum auch mit «bubieinfachen» Hangriffen erstaunen. Aber der Künstler führt nicht nur Zaubertricks vor, er gibt sie auch gerne weiter. Und das, obwohl doch ein Zauberer niemals seine Tricks verraten darf.

Ein wenig «bschissen» muss sein

«Ich zeige euch jetzt, wie ihr mit einer Hand einen Knopf in ein Seil schlagen könnt», erzählt Bedrini geheimnisvoll. Er legt das Seil in seine Hände, macht eine peitschende Bewegung und nichts passiert. Wo ist denn jetzt der Knopf? «Schiefgegangen», meint Bedrini kopfschüttelnd. Was er denn vergessen hat, fragt er die Kinder. «Den Zauberspruch!», ruft es ihm im Chor entgegen. Natürlich, ohne den funktioniert Zauberei schliesslich nicht.

«Hokuspokus, Simsalabim», murmelt der Künstler, macht wieder dieselbe peitschende Bewegung und siehe da, ein Knopf befindet sich im Seil. «Was?» und «Hä?», raunen die verdutzten Kinder. Wie denn das geht, wollen sie begierig wissen. Natürlich mit Ablenkung.

«Zaubern kann niemand, man kann nur so tun», verrät Bedrini augenzwinkernd. Denn was keines der Kinder und nicht einmal die Erwachsenen im Raum bemerkt haben: Bedrini hat, während er das Publikum abgelenkt hat, vorher einen Knopf in das Seil geknüpft und diesen in seiner Faust versteckt. Das erste Mal hat er das ungeknüpfte Ende losgelassen, das zweite Mal das Ende mit dem Knopf. Zauberei ist eben doch ein bisschen «Bschiss».

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