Seit längerer Zeit beschäftigt sich der Gemeinderat Matzendorf mit der Horngraben-Kapelle und der damit verbundenen Verwendung der Spendengelder. Als die Horngraben-Kapelle noch der Bürgergemeinde gehörte, floss zeitweise ein Teil der Spendengelder an das Antoniushaus. Als die Kapelle im Jahr 1997 infolge Fusion von Bürger- und Einwohnergemeinde an die Einwohnergemeinde überging, musste für die vorhandenen Mittel ein Sperrkonto eröffnet werden. Diese Gelder sind zweckgebunden und dürfen laut Bank nur für die Kapelle eingesetzt werden.

Gemeinderätin Doris Hügli ging der Geschichte auf den Grund. Anlässlich der Gemeinderatssitzung zeigte Hügli auf, wie viele Mittel vorhanden sind, dass davon ein anonymer Spendenbetrag speziell für das «Türmli» gibt, aus welchen Posten sich die jährlichen Kosten zusammensetzen und in welcher Höhe in etwa die jährlichen Einnahmen ausfallen.

Bevor nun über den Verwendungszweck dieser Gelder entschieden werden kann, erhält die Kommission für öffentliche Bauten den Auftrag, den Sanierungsbedarf abzuklären und daraus resultierend eine Finanzplanung für die nächsten 10 Jahre zu erstellen. Sobald diese Zahlen und Fakten vorliegen, kann festgelegt werden, an welche Institutionen in welcher Höhe Spenden getätigt werden können.

Regionalentwicklung fördern

Zu Gast an der Gemeinderatssitzung war Ines Kreinacke, Geschäftsführerin des Naturparks Thal. Kreinacke, die seit Februar 2017 die Geschäftsführung innehält, stellte sich den Gemeinderäten vor und informierte kurz und prägnant über den Naturpark sowie die Naturpark Charta 2020 – 2029, die Evaluation 2010 – 2017 und den Juraweg, der neu beschildert werden soll. Die Ökonomin betonte, dass die Aufgabe des Naturparks vordergründig die Regionalentwicklung und nicht die Tourismusförderung sei. Gerade die zertifizierten Thaler Produzenten wie auch die Gastrobetriebe würden von der Verbindung zum Naturpark sehr profitieren. Kreinacke liess die gute Zusammenarbeit mit Matzendorf Revue passieren. Als nächstes gemeinsames Projekt steht bereits wieder die Genusswanderung, die am 2. September 2018 durchgeführt wird, vor der Tür.

Gemeindepräsident, Marcel Allemann informierte, dass der Stationenweg saniert werden muss. Der budgetierte Betrag beträgt 11 500 Franken. Nun hat sich der Zivilschutz bereit erklärt, diesen Rundwanderweg instandzustellen. Der Gemeinderat hat diesen Antrag einstimmig angenommen. (SLM)