Der Wolfwiler Ad-hoc-Chor startet mit viel Schwung ins neue Jahr. Für sein Konzert am kommenden Sonntag wählte er den Slogan «Hopp 2018». Das Werbeplakat zeigt eine Tischbombe, und ebenso bunt wie die fliegenden Partyartikel wird das Lieder-Programm zum Jahresbeginn sein.

Kurz und intensiv

Seit letzten November übten die rund sechzig Sängerinnen und Sänger des Projektchors unter der Leitung von Armin Bachmann die Gesangsstücke ein. Kurz und intensiv war die Probezeit, damit das etwas andere Neujahrskonzert, so der Untertitel von «Hopp 2018», am Sonntagnachmittag richtig sprudelt. Denn die Aufführung soll nicht nur überraschend sein wie eine Tischbombe, sondern perlend und prickeln wie Champagner. «Einen eigentlichen roten Faden, der sich durch die Liederauswahl zieht, gibt es nicht», verriet Chorleiter Armin Bachmann im Vorfeld. Eher das Gegenteil ist der Fall. Wenn schon sei gerade das «Chrüsimüsi» der Leitgedanke für das Programm. Das Jahr ist jung und frisch, deshalb sollen die Lieder Optimismus und Offenheit für Unerwartetes ausdrücken, ein schmissiges Hopp 2018 eben.

Alle sollen Spass haben

Im Vordergrund steht die Freude am Gesang. «Den Sängerinnen, Sängern und Musizierenden, die mitmachen, sollen die Lieder gefallen, auch mir als Dirigent, aber vor allem dem Publikum», betont Bachmann. Oder universell ausgedrückt: «Alle sollen Spass haben».
Das Wort Neujahrskonzert verbindet man gewöhnlich mit den Wiener Philharmonikern. Folglich darf auch beim Wolfwiler Neujahrskonzert der Walzerkönig Johann Strauss nicht fehlen, allerdings leicht ironisch mit seiner gelungenen Faschingspolka «Mit leichtem Blut».

Ein Augenzwinkern

Immer mit einem Augenzwinkern sind zudem Werke aus dem Barock und der Klassik im anstehenden Programm, so «Der Floh» aus der «Musikalischen Kurtzweil» des Jahres 1611 oder «Bourrée für W.A.» von Vater Leopold Mozart. Der «Zottelmarsch» wiederum ist eine Persiflage auf die dörfliche Blaskapelle.

Weiter Bogen

Weiter schlägt der Ad-hoc-Chor den Bogen vom afrikanischen «Jambo Bwana» über das Maoriliebeslied «Pokarekare Ana» mit irischer Melodie zu Dodo Hugs «Üsere Ätti isch ä brave Ma» und Udo Lindenbergs «Hinterm Horizont geht’s weiter».
Lindenbergs Aufmunterungshymne passt übrigens sehr gut zum Jahresanfang. Und aus dem ironischen Wechselgesang «Netten Begegnung» im jazzigen Cabaretstil liesse sich der Vorsatz ableiten, sich mehr Zeit fürs vis-à-vis zu nehmen.

Dreiköpfige Combo

Der Chor wird am kommenden Sonntagabend von einer dreiköpfigen Combo begleitet. Dieter Bürgi am Klavier, Barbara Ruckli am Bass und Markus Obrecht (Schlagzeug, Percussion) werden die Gesangstimmen unterstützen. Zudem hat Dieter Bürgi jeweils, wenn Initiant Armin Bachmann, der Reisende in Sachen Musik, abwesend war, auch die Chorleitung bei den Proben übernommen.

Sonntag, 7. Januar 2018, 16.00 Uhr in der Pfarrkirche Wolfwil: «Hopp 2018», Neujahrskonzert des Ad hoc-Chors Wolfwil unter der Leitung von Armin Bachmann Eintritt frei / Kollekte.