Brand

Hof «Horn» am Hauenstein wurde Raub der Flammen

Ein Grossbrand hat auf einem Bauernhof in Hauenstein-Ifenthal am Donnerstagnachmittag grosse Verwüstung angerichtet. Rund 80 Feuerwehrleute standen im Einsatz. Die Pächter und ihr Vieh blieben unverletzt.

Eine dicke, weithin sichtbare Rauchsäule erhob sich am Donnerstagnachmittag zwischen der Mieserenflüe in Trimbach und der Erliflue in Hauenstein-Ifenthal. Bald war klar: Der Hof «Horn» auf Gemeindegebiet von Hauenstein-Ifenthal stand in Vollbrand; «Um 13.34 Uhr ging der Alarm bei uns ein», erzählte Bruno Gribi, Mediensprecher der Polizei Kanton Solothurn, vor Ort.

Die Familie, welche den dem Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) gehörenden Hof bewirtschaftet, hatte das Feuer kurz zuvor entdeckt und die Feuerwehr alarmiert.

Bald schon waren Einsatzfahrzeuge der Regionalfeuerwehr Unterer Hauenstein (RFUH) sowie der Stützpunktfeuerwehr Olten vor Ort und begannen mit den Löscharbeiten, im Verlaufe des Nachmittags kamen zwei Tanklöschfahrzeuge der VBS-Betriebsfeuerwehr aus Wangen an der Aare hinzu.

Alle konnten sich retten

Nach Erkenntnissen der Kantonspolizei habe sich die Bauernfamilie rechtzeitig in Sicherheit bringen können; niemand habe Verletzungen davongetragen. Auch Tiere seien bis dato keine zu Schaden gekommen; die rund 100 Rinder, die zirka 50 Ziegen und die drei Pferde befanden sich zum Zeitpunkt des Brandes allesamt auf den umliegenden Weiden.

Steiles Gelände erschwert Löscharbeiten am Hauenstein

Steiles Gelände erschwert Löscharbeiten am Hauenstein

«Beim Brandobjekt handelt es sich um ein Ökonomiegebäude mit angebautem Wohnhaus», so Gribi. Nach ersten Erkenntnissen sei der Brand im Ökonomiegebäude ausgebrochen und habe rasch auf das Wohnhaus übergegriffen. Ebenfalls vor Ort waren Mitarbeiter der Brandermittlungsdienste wie auch Feuerwehrinspektor Paul Haus von der Solothurnischen Gebäudeversicherung (SGV). Bis dato konnte zur Brandursache noch keine Stellungnahme abgegeben werden.

Das Vordringen zum Brandplatz, auch für die Löschfahrzeuge, gestaltete sich im Übrigen schwierig: Polizei, Feuerwehr und Militär hatten die Zufahrten zum Hof weiträumig abgesperrt; auf Hauenstein-Ifenthaler Seite am Abzweiger Erlistrasse-Hornstrasse und auf Trimbacher Seite bereits unten am Beginn des Miesernwegs in der Nähe des Restaurant Eisenbahn.

Wasser hinaufgepumpt

Die RFUH, welche die Einsatzleitung innehatte, war laut Vizekdt Oberlt Christoph Ramseier mit sieben Einsatzfahrzeugen und rund 30 Mann vor Ort. Wie er unterstrich, habe sich die Zufuhr von Löschwasser von Anfang an als schwierig gestaltet, da es sich beim «Horn»-Hof um ein abgelegenes Objekt handelt, das nicht direkt mit Löschwasser erschlossen ist. «Wir haben zunächst zwei Tanklöschfahrzeuge (TLF) vor Ort gebracht, die Wasser heraufführten. Dann haben wir sofort eine Leitung zum weiter unten gelegenen Hof gelegt, der über eine mit Wasser gefüllte Zisterne verfügt. Von dort haben wir dann das Wasser hochgepumpt».

Oberstlt Daniel Meier, Kdt der Stützpunktfeuerwehr Olten, führte aus, dass sie von der RFUH aufgeboten worden seien, um die Löscharbeiten zu unterstützen. Seine Mannschaft sei mit rund 35 Mann und acht Einsatzfahrzeugen vor Ort gewesen. Ihre Aufgabe habe darin bestanden, die Rückseite des Hofes Richtung Wäldchen mit Löschwasser einzudecken und so die Löscharbeiten zu unterstützen. Wegen der starken Rauchentwicklung sei dabei auch der Einsatz von Atemschutzgeräten notwendig gewesen.

Während die Oltner bereits wieder auf dem Heimweg waren, war die RFUH auch um 19 Uhr noch vor Ort. «Der Brand ist inzwischen unter Kontrolle», unterstrich Ramseier, der aber betonte, dass es unerlässlich sei, fünf bis sechs Mann über Nacht als Brandwache vor Ort zu lassen. Und: Das Wasser in der besagten Zisterne habe ausgereicht. «Gegenwärtig sind aber vier TLF dabei, die Zisterne wieder aufzufüllen», so der Vizekdt.

«Vorläufig Lösung gefunden»

Trimbachs Gemeindepräsident Karl Tanner – der Horn-Hof befindet sich näher bei Trimbach und ist auch von dort aus zugänglich, obschon er auf Gemeindegebiet von Hauenstein-Ifenthal liegt – war ebenfalls beim Brandplatz anwesend. «Die Bauernfamilie kann in den nächsten Tagen an einem anderen Ort untergebracht werden. Falls sie Unterstützung benötigt, werden wir diese selbstverständlich bieten». Ähnlich äusserte sich auch Hauenstein-Ifenthals Gemeindepräsident Jürg Ryffel. Das Gebäude ist jedenfalls nicht mehr bewohnbar. Laut Einschätzung von Mediensprecher Bruno Gribi geht der Schaden, vorsichtig geschätzt, «in die Hunderttausende von Franken».

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