Mümliswil
Hobby-Regisseur will Leute durch Situationskomik zum Lachen bringen

Dominik Boner aus Mümliswil hat sich das Filme drehen und schneiden «learning-by-doing» beigebracht. Jetzt realisiert der 26-Jährige zum ersten Mal einen Kurzfilm, der nicht nur Mümliswil-orientiert ist. Das Roadmovie lebt von Situationskomik.

Monika Kammermann
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Für «Roadmovie - Endstation Nirvana» war das Team vier Tage mit bis zu 16 Personen unterwegs.

Für «Roadmovie - Endstation Nirvana» war das Team vier Tage mit bis zu 16 Personen unterwegs.

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«Filme und deren Produktion haben mich schon als Kind fasziniert», erzählt Dominik Boner. Diese Leidenschaft kann der 26-jährige Mümliswiler seit längerer Zeit im Rahmen seines anderen Hobbys, dem Unihockey-Spielen, ausleben. Angefangen habe alles damit, als er vor einigen Jahren einen Werbefilm für die Unihockey-Heimrunde drehte.

Danach folgten komödiantische Kurzfilme für die Generalversammlung des Unihockeyvereins, in denen gewisse Leute auf die Schippe genommen wurden. «Zu Beginn waren da Tobias Rubitschung und ich, im Lauf kamen dann immer mehr Leute dazu, die regelmässig mitwirken – auch nicht Vereinsmitglieder», erklärt der gelernte Konstrukteur. Daraus habe sich dann «Gulden Valley Entertainment» entwickelt – Guldental frei ins Englische übersetzt. Da habe sich eine Gruppe gefunden, die gerne mitwirkt und es gut macht.

Autodidakt

Vor über zehn Jahren musste man noch Kassettenbänder auf den Computer überspielen, damit man sie überhaupt bearbeiten und schneiden konnte. «Die ersten Filme habe ich mit dem Windows Moviemaker geschnitten», denkt Boner zurück und lacht. Die Technik habe sich stark gewandelt. «Ich muss quasi jedes Jahr wieder etwas Neues dazukaufen», sagt der Hobby-Regisseur. Die heutigen Filme sind zum Beispiel in HD-Qualität.

Der Mümliswiler ist ein Autodidakt. Während der Produktion der Filme habe er gleichzeitig das Handwerk erlernt und verfeinert, was auch immer sein Ansporn sei. So habe sich nicht nur die Technik verbessert, sondern auch die Qualität der Filme.

Spass am Spass

Die ersten Kurzfilme seien sehr Mümliswil-orientiert gewesen. «Uns ist bewusst, dass dies nicht alle verstehen, geschweige denn lustig finden», sagt Boner. Im neuesten Werk, welches in den Startlöchern stehe, sei das nun anders.

Man habe versucht, die Handlung für ein breiteres Publikum zugänglich zu machen. «Wobei», erklärt der Filmer, «unsere Filme haben ja nicht wirklich eine Handlung.» Es gehe der Truppe bewusst darum, die Leute durch Situationskomik zum Lachen zu bringen. So lasse sich Dominik Boner gerne von Sitcoms wie «Two and a Half Men», «How I Met Your Mother» oder von Michael Bully Herbig inspirieren. «Schliesslich wollen alle Mitwirkenden beim Drehen Spass haben, und das soll sich auf den Film übertragen», erzählt Boner.

Am Ende das Nirvana

«Roadtrip – Endstation Nirvana» heisst der rund 30-minütige Film. «Für diesen Film waren wir effektiv vier Tage mit bis zu 16 Personen unterwegs, um alles aufzunehmen», berichtet Boner. Er schreibt jeweils auch die Drehbücher. Dieses Mal hatte er jedoch Hilfe von seinem Kollegen Robin Walter – «das war Gold wert». Die Hauptdarsteller sind Miggu (alias Tobias Rubitschung) und Manchester (alias Patrick Boner). Letzterer hat am Berner Gurtenfestival eine folgenreiche Bekanntschaft gemacht. Nach dem Aufwachen am nächsten Morgen ist der neue Schatz weg – die Erinnerung nach Alkohol- und Drogenkonsum natürlich etwas getrübt. Die Schatz-Suche führt die beiden arbeitslosen Hobby-Rocker nach Zermatt und Luzern, dabei erfahren sie laufend skurrile Erlebnisse – das Ziel verlieren sie aber nie aus den Augen. «Wir wollen den Film mehr Leuten zeigen. Deshalb kamen wir auf die Idee, mit dem Film eine Premiere zu organisieren.»

Premiere «Roadtrip – Endstation Nirvana» von Dominik Boner, Restaurant Schmitte, Balsthal, 20. September, ab 18 Uhr mit Spaghettiplausch.