Holzfluhvereinigung
Historischer Präsidiumswechsel: Nach 43 Jahren gibt Max Rütti das Zepter ab

Der langjährige Präsident der Holzfluhvereinigung, Max Rütti, gab seinen Posten ab und wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt. Neu übernimmt Philipp Buxtorf das Präsidium.

Peter Wetzel
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Ein «wegweisendes» Geschenk für den langjährigen Präsidenten Maxi Rütti (m.), flankiert von Heinz Bader (l.) und Philipp Buxtorf.

Ein «wegweisendes» Geschenk für den langjährigen Präsidenten Maxi Rütti (m.), flankiert von Heinz Bader (l.) und Philipp Buxtorf.

Peter Wetzel

Beim Namen «Holzfluh» denken die Balsthaler an: Hausberg, atemberaubenden Aussichtspunkt, Hütte, Freiheitsfeuer, Weihnachtsbaum und natürlich Max Rütti, welcher 43 Jahre lang Präsident des Holzfluh-Vereins war. An der letzten Generalversammlung nun wurde ein fast historischer Wechsel vollzogen: Der 75-jährige Max Rütti übergab das Zepter an seinen Nachfolger Philipp Buxtorf, der von den Versammelten einstimmig zum Präsidenten gewählt worden war. Der neue Präsident freut sich, in einem gemeinnützigen Verein die Führung übernehmen zu können, und sagt: «Ich lege grossen Wert auf das Beibehalten von Traditionen.»

Die Geschichte der Holzfluh- Vereinigung, wie sie ursprünglich hiess, ist seit der Gründung am 3. September 1938 personell und materiell sehr eng mit dem Namen Rütti und damit mit der ehemaligen «Sagi» verbunden, welche in der Silvesternacht 2015 fast vollständig niederbrannte.

In einer launigen Laudatio, vorgetragen durch Thomas Richartz, wurde Max Rütti zum Ehrenpräsidenten ernannt, ein logischer Akt im Hinblick auf die geleistete Arbeit. Eine Delegation der befreundeten «Harder Fründe» aus Interlaken überbrachte Grüsse und Gratulationen.

Ein origineller Wegweiser als Anerkennung

Seine «Holzfluh-Grossfamilie» bot dem abtretenden Präsidenten am vergangenen Samstag auf dem Holzfluhsattel eine weitere Überraschung. Was versteckte sich wohl unter einer mit Tüchern eingehüllten Skulptur? Etwa ein Gespenst, wie ein Kind vermutete? Bevor das Geheimnis gelüftet wurde, richtete Heinz Bader ein paar besinnliche Worte an die aufmerksamen Vereinsmitglieder mit ihren Kindern. Er sprach über das Thema Kameradschaft, welche beim Geehrten ein typisches «Markenzeichen» sei. Das verhüllte Geschenk entpuppte sich nach der Enthüllung als Wegweiser in Form eines 1,8 Tonnen schweren Jurakalksteins mit der Wegbezeichnung «Max-Rütti-Weg». Gemeint ist das Zick-Zack-Weglein, welches vom Sattel auf die Fluh führt. Die Reaktionen des Geehrten verrieten, dass die Überraschung gelungen war.

Rütti bleibt weiterhin aktiv mit dabei

Max Rütti wird sich nicht auf einer Holzfluh-Ruhebank ausruhen. Er wird dem Verein als Aktivmitglied treu bleiben und gewisse Arbeiten wie zum Beispiel die Auswahl, den Transport und das Aufstellen von Weihnachtsbäumen im Dorf und auf der Fluh weiterhin organisieren. In seinem Rückblick auf die vergangenen 43 Jahre erwähnte er einige Projekte, die unter seinem Präsidium in die Tat umgesetzt wurden: Organisation von Altleutefahrten, Bau der Wasserleitung auf die Fluh, Organisation von zwei Schlossfesten zu Gunsten der neuen Schlossbeleuchtungen, Unterhalt auf Neu-Falkenstein, Bau der Strom- und Abwasserleitung auf Neu-Falkenstein, Bau des neuen Hüttlis nach Brandstiftung, Bau einer WC-Anlage, Organisation der 1.-August-Feiern mit Freiheitsfeuern auf der Fluh, das Aufstellen von Ruhebänken usw. Die vielen Spenden an den Verein beweisen, dass die Arbeiten des Holzfluh-Vereins sehr geschätzt werden.