Walterswil
Hinter einer neuen Standarte wird der Aufbruch zu neuen Taten vollzogen

Die 140. Delegiertenversammlung des Bezirksschützenvereins Olten-Gösgen vom Freitagabend in der Walterswiler Mehrzweckhalle stand im Jubiläumsduft der Walterswiler Feldschützen. Diese können im kommenden September ihr 150-Jahr-Jubiläum feiern.

Walter Ernst
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Aufs Podest zur Siegerehrung gebeten wurden (von links) die Schützen aus Wisen, vertreten durch Thomas Hänggi (Kategorie D), die Jungschützen-Gruppe «Roni» der Militärschützen Boningen sowie die Gruppe Rüebli» der Militärschützen Gunzgen. Es gratuliert BSV-Präsident Bruno Locher.

Aufs Podest zur Siegerehrung gebeten wurden (von links) die Schützen aus Wisen, vertreten durch Thomas Hänggi (Kategorie D), die Jungschützen-Gruppe «Roni» der Militärschützen Boningen sowie die Gruppe Rüebli» der Militärschützen Gunzgen. Es gratuliert BSV-Präsident Bruno Locher.

Walter Ernst

Nichts Neues aus dem östlichen, ausgewachsenen Bezirksschützenverein (BSV) Olten-Gösgen – oder doch? An der 140. Rechenschaftsablage eines einig Volkes, eben eines Schützenvolkes, in Walterswil stand nämlich nicht der eigene runde Geburtstag im Vordergrund, sondern jener der organisierenden Feldschützen der 710-Seelengemeinde, die am 27. und 28. September auf 150 unverwechselbare Jahre zurückblicken und am Freitagabend bereits einen Hauch von Jubiläumsduft versprühten.

«Eine attraktive Wohngemeinde»

Eröffnet wurde der Rück- und Ausblick durch ein flottes Ständchen der Musikgesellschaft Safenwil-Walterswil und der Stabführung von Urs Güdel; dies in Anwesenheit der charmanten Gemeindepräsidentin Marie-Louise Wilhelm, die auch in der Funktion als OK-Präsidentin des Jahrhundertanlasses im September die Delegierten am Südfuss des Engelbergs willkommen hiess.

Dabei verheimlichte sie in ihrem sympathischen Grusswort nicht, dass sich Walterswil im letzten Jahrzehnt zu einer attraktiven Wohngemeinde entwickelt habe, die als Ausgangsort ins einzigartige Naherholungsgebiet sehr geschätzt werde. Sie ermunterte das Schützenvolk, das Wochenende des 27. und 28. September für den Geburtstag der Feldschützen zu reservieren.

2013 brachte positive Aspekte

BSV-Präsident Bruno Locher stellte in seinem Vorwort fest, dass das Schützenjahr 2013 einige positive Aspekte gebracht habe, «die uns zuversichtlich stimmen. So konnte die Beteiligung an wichtigen Wettkämpfen gesteigert werden, oder sie pendelte sich auf hohem Niveau ein. Ich denke da primär an das Feldschiessen (Gewehr), das Einzelwettschiessen, die Gruppenmeisterschaft 300 Meter, das Bezirksgruppenschiessen und schliesslich die Jungschützenkurse», so der Präsident wörtlich.

«Andererseits gibt mir die unsichere Zukunft vieler Vereine zu denken, in denen die Signale in Richtung Auflösung unüberhörbar sind». Bruno Locher brachte es auf den Punkt: «Die faktische Auflösung der Pistolenschützen Olten und die Einstellung des Bornschiessens durch die Pistolenschützen Born Gunzgen waren die konkreten negativen Ereignisse des letzten Jahres».

Neue Standarte als Motivation

Präsentiert wurde «ennet dem Engelberg» die neue Standarte, die inskünftig die Schützen zu neuen Taten animieren soll nach dem Motto: «Uns zur Freude, der Jugend zum Vorbild». Die Bereichsleiter Hans Hodel (Feldschiessen), Bernhard Christen (GM Gewehr 300 Meter), René Bättig (Matchschützen) sowie Maureen Scussolin (Jungschützen» gaben detailliert Auskunft über das schiesssportliche Geschehen. Namentlich erwähnt wurden Beat Graber (Sieger an den Titelkämpfen 50 Meter liegend) sowie die Engelbergschützen Dulliken (Sieger Kantonalfinal 300 Meter GM). Weitere Podestplätze rundeten das flotte Gesamtbild ab und sind Beweis, dass das Jahr 2013 auch aus sportlicher Sicht ein Aufbruch zu neuen Ufern war.

Positive Jahresrechnung

Die durch Finanzchef Michael Bauer erläuterte Rechnung schloss mit Mehreinnahmen von Fr. 5516.25 ab. Das Budget sieht bei unveränderten Mitgliederbeiträgen einen Gewinn von 448 Franken vor. Genehmigt wurde auch das erneut attraktive Jahresprogramm wie Gruppenmeisterschaft 50 Meter, die Bezirksrunden in Hägendorf, die Bezirksgruppenschiessen in Gunzgen sowie der Kantonalfinal am 7. Juni in Zuchwil. Schliesslich erinnerte Bruno Locher an den traditionellen a.en/Alpiq-Cup und dankte den Verantwortlichen für die Unterstützung , die der Förderung des Sportschiessens im Allgemeinen und der Pflege der Kameradschaft im Speziellen diene.

SOSV-Geschäftsleitungsmitglied Jürg Dietschi zeigte sich in seiner Grussbotschaft beeindruckt von den tragfähigen gesunden Strukturen, die den BSV Olten-Gösgen in vorbildlicher Weise auszeichneten. – Die 141. Delegiertenversammlung des BSV Olten-Gösgen findet im Jahr 2015 in Gretzenbach statt.