Am Wochenende nahmen insgesamt rund tausend Kinder und Jugendliche am Jugendsporttag des Regionalturnverbandes Thal-Gäu in Kestenholz teil. Die Einzelwettkämpfe am Samstag und die Gruppenwettkämpfe vom Sonntag gingen bei perfekten Bedingungen über die Bühne.

15 Jugendriegen aus den Bezirken Thal und Gäu massen sich auf den durch die zahlreichen Helfer des TSV Kestenholz perfekt bereitgestellten Wettkampfanlagen. Die Wetterprognosen hatten bereits ab Mitte vergangener Woche optimales Wettkampfwetter angekündigt. So konnten die Vorbereitungen wie geplant durchgeführt und rechtzeitig abgeschlossen werden.

Leichtathletik ...

Der Samstag stand im Zeichen der Leichtathletik und des Geräteturnens. Auf tollen Wettkampfanlagen massen sich 549 Jugendliche im Alter von 7 bis 16 Jahren im UBS-Cup, einem Leichtathletik-Dreikampf bestehend aus Sprint, Weitsprung und Ballwurf. Alle Teilnehmer versuchten in den mehr oder weniger geliebten Disziplinen, ihr Bestes zu geben. Da und dort war eine leise Enttäuschung oder aber mächtiger Stolz über das Geleistete aus den Kinderaugen zu lesen.

... und Geräteturnen

Während draussen auf den Wettkampfplätzen die Leichtathleten um Hundertstelsekunden und Zentimeter kämpften, turnten in der Mehrzweckhalle die Geräteturner um Wertungspunkte. Es ist immer wieder beeindruckend, mit welch grosser Disziplin die jugendlichen Geräteturner ihr Training und die Wettkämpfe bestreiten. Ein Blick auf die Ranglisten zeigt, dass sich die seriöse Arbeit in den Geräteturnriegen von Wolfwil, Balsthal und Matzendorf ausbezahlt.

Höhepunkte

Absoluter Höhepunkt und Publikumsmagnet waren am Samstag einmal mehr die Pendel- und Schwedenstafetten. Die jungen Wettkämpfer lieferten sich unter lautem Beifall packende Duelle um jeden Meter. Lautes Geschrei, wenn ein Team durch Wechselfehler aus der Entscheidung geworfen wurde, und überglückliche Gesichter, wenn ein erfolgreicher Lauf gelang. Dieser Wettkampf, in der eigenen Gruppe gleichzeitig gegen andere Vereine zu laufen, motiviert bis in die letzte Haarspitze. Die volle Konzentration ist in jedem einzelnen Gesicht zu sehen. Die Begeisterung überträgt sich auch auf die Zuschauer - in diesem Moment, ist die kleine Welt des Staffelrennens die ganz grosse Sportbühne.

Vor der mit Spannung erwarteten Rangverkündigung turnte die Jugendriege Kestenholz die im letzten Jugilager einstudierte Gymnastik, und anschliessend zeigten einige spontane Teilnehmer den tagsüber einstudierten Flashmob.

Gruppenwettkämpfe am Sonntag

Nach den Leichtathletikwettkämpfen wurden die Aussenplätze für die Mannschaftsspiele umgebaut. So war am Sonntagmorgen alles bereit für die bei schönstem Wetter eintreffende Turnerschar. Die Kinder im Unterstufenalter spielten Alaskaball und Völkerball, die Teilnehmer der Mittelstufe Ball über die Schnur und Kastenball, und die Jugendlichen der Oberstufe massen sich im Volleyball und Korbball.

Die durch Christian Winiger organisierte Festwirtschaft hielt auch dem Härtetest über die Mittagszeit stand: Gegen 900 Mahlzeiten wurden in der kurzen Mittagspause bereitgestellt. Der Verbrauch lag einiges über der Planung, und so mussten noch diverse Materialnachschübe organisiert werden.
Am Nachmittag wurden die Mannschaftsspiele programmgemäss abgeschlossen. Die Sprint-Finalläufe bildeten einen weiteren Höhepunkt. Vor der Rangverkündigung zeigten die Gymnastikgruppe und das Stufenbarren-Team des TSV Kestenholz ihr Können.

Rundum positives Fazit

Nach dem tollen Wochenende zogen Tanja Freudiger, Jugendverantwortliche des Regionalturnverbandes Thal-Gäu, und Philipp Ruckli, OK-Präsident des durchführenden TSV Kestenholz, ein positives Fazit. Die Anlagen wurden unter der Leitung von Peter Ingold und Patrik Sägesser während des ganzen Wochenendes reglementkonform unterhalten. So waren überwiegend fröhliche Kinder zu sehen und viele Komplimente seitens der Teilnehmenden und der Besucher zu hören.

Nach gelungenem Fest war auch beim kräftezehrenden Aufräumen der gute Vereinsgeist zu spüren, mit gemeinsamen Kräften haben die vielen Helferinnen und Helfer des TSV Kestenholz den Festplatz bereits am Sonntagabend wieder weitgehend aufgeräumt.