Durch ein Pilotprojekt vor etwa 20 Jahren wurden die Feuerwehr und der Gemeinderat Laupersdorf angefragt, ob in der Gemeinde Laupersdorf eine Erstversorgung BLS-AED (Automatischer externer Defibrillator) aufgebaut und etabliert werden könnte. Feuerwehr wie Gemeinderat waren damals bereit, mitzuwirken.

So entstand eine Herznotfallgruppe von rund zehn Mitgliedern (Feuerwehr und Samariterverein), die bis heute geführt wird. Die jährlichen Kosten belaufen sich auf 1500 Franken bis 2000 Franken, und zwar für die Einsätze, das Material und die Weiterbildung.

Obwohl eine Herznotfallgruppe keine Kernaufgabe der Feuerwehr ist, vertritt die Feuerwehr-Kommission in Laupersdorf einstimmig die Meinung, dass diese Herznotfallgruppe weitergeführt werden soll. «Es ist dies eine Dienstleistung an der Bevölkerung.

Auch sind die Mitglieder der Herznotfallgruppe bei einem Notfall schneller vor Ort als die Ambulanz oder der Notarzt. Im letzten Jahrzehnt konnten in Laupersdorf dank dem raschen Einsatz der Herznotfallgruppe drei Menschenleben gerettet werden», führte Roger Probst, Offizier der Feuerwehr, vor dem Gemeinderat aus.

Der Gemeinderat befürwortete denn auch einstimmig die Weiterführung der Herznotfallgruppe.

Kompatibel mit Rettungsdienst

Die Herstellerfirma teilte der Ortsfeuerwehr mit, dass die Batterien für den im Einsatz stehenden Defibrillator nicht mehr hergestellt und auch keine mehr gekauft werden könnten. Die vorhandenen Batterien reichen noch für maximal zwei bis drei Einsätze.

«Mit einer Sammelbestellung von neuen Defibrillatoren für verschiedene Herznotfallgruppen könnten die Anschaffungskosten gesenkt werden», erwähnte Roger Probst.

Die Feuerwehr-Kommission beantragte dem Gemeinderat die Neuanschaffung eines Defibrillators zum Preise von 3542 Franken. «Dieser Defibrillator ist einfach zu bedienen und die Pads könnten im Ernstfall am Patienten haften bleiben, da die Geräte mit denjenigen der Rettungsdienste kompatibel sind. Nach einem Einsatz können neue Pads und neue Batterien gratis bei den Rettungsdiensten bezogen werden», erklärte Roger Probst.

Die Pads und die Batterien sind während fünf Jahren einsatzfähig. Der Gemeinderat Laupersdorf beschloss einstimmig die baldmöglichste Anschaffung eines neuen Defibrillators und genehmigte hierfür einen Nachtragskredit von 3542 Franken zulasten der Rechnung 2017.

Buswartehäuschen wird repariert

Am 28. Dezember 2016 ereignete sich an der Thalstrasse ein Selbstunfall, bei dem das Wartehäuschen bei der Bus-Haltestelle «Einschnitt» stark beschädigt wurde. Die Schadensumme beläuft sich auf 7009 Franken, und von der Versicherung werden davon 6490 Franken übernommen.

Die Werkkommission beantragte dem Gemeinderat, das beschädigte Wartehäuschen durch ein neues zu ersetzen. Die Kosten hierfür würden 20 960 Franken betragen, und so würden für die Gemeinde nach Abzug der Versicherungsleistungen Nettokosten von 14 500 Franken verbleiben.

Mit 5 gegen 3 Stimmen bei einer Enthaltung lehnte der Gemeinderat dies jedoch ab. Befürwortet wurde hingegen die Reparatur des beschädigten Wartehäuschens.