Musikgesellschaft Konkordia
Herrliche Klangmomente in Oberbuchsiten

Mit ihrem Konzert bescherte die Musikgesellschaft Konkordia dem Publikum in Oberbuchsiten herrliche Klangmomente.

Markus Nünlist
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Die Musikgesellschaft Konkordia präsentierte dem Publikum herrliche Klangmomente

Die Musikgesellschaft Konkordia präsentierte dem Publikum herrliche Klangmomente

Hanspeter Bärtschi

«The Olympic Spirit» von John Williams bildete einen fulminanten Auftakt. Das Stück wurde zur Eröffnung der Olympischen Spiele 1988 in Seoul komponiert. Die Interpretation der Konkordia unter der Direktion von Viliana Valtcheva war fast schon olympiawürdig.

«Majestia» des amerikanischen Komponisten James Swearingen wird das Selbstwahlstück der MGO am Regionalmusiktag vom 21. Juni in Balsthal sein. Wie bei diesem oft gespielten Komponisten üblich, geht es abwechslungsreich zu und her; es gilt, viele Tempo- und Dynamikwechsel zu meistern. Dies gelang der Oberbuchsiter Formation schon sehr gut und es darf ihr ein bereits hoher Formstand attestiert werden.

Interessanter Ansatz gewählt

Andrew Lloyd Webber und sein Werk muss wohl niemandem vorgestellt werden. Die «Konkordia» interpretierte ein gefälliges Arrangement aus «Jesus Christ Superstar». Die zahlreichen bekannten Motive und die Spielfreude der Musikerinnen und Musiker kamen beim Publikum bestens an. Was für Webber gilt, kann man auch von Benny Andersson und Björn Ulvaeus sagen, den beiden «B» der legendären Gruppe Abba. Mit «Mamma Mia» schufen auch die Schweden einen Musical-Klassiker erster Güte. Roy Philippe vereint in seinem Arrangement einige grosse Abba-Hits, wählt aber nicht immer den direktesten und geläufigsten Ansatz, was das Ganze für die Zuhörer umso interessanter machte.

Euphonium statt Violine

Es folgte ein Meilenstein der Blasmusikliteratur: «MacArthur Park» von Jim Webb. Hier ist die Orchesterversion wohl bekannter als das Gesangsoriginal von 1968. Das Stück ist ebenfalls reich an Wechseln aller Art, beschreibt es doch die Szenerie in einem Stadtpark von Los Angeles.

Eine ganz andere Richtung beschreitet das Werk «Czardas» von Vittorio Monti. Der bekannte ungarische Volkstanz wird üblicherweise von einem Streicherensemble begleitet. Hier wurde der Part der Sologeige durch ein Euphonium ersetzt. Dieser Herausforderung stellte sich der junge Oberbuchsiter Musikant Matthias Lederer. Vorgängig porträtierte ihn Carla Lauber, die wiederum sicher durchs Programm führte. Das Zusammenspiel zwischen Korps und Solist funktionierte tadellos und die Interpretation als Ganzes wusste so gut zu gefallen, dass eine Wiederholung verlangt wurde.

Die junge Dirigentin Viliana Valtcheva hatte bei ihrem dritten Jahreskonzert ihre Musikantinnen und Musikanten stets im Griff. Sie gab die Gestaltung der Stücke explizit vor und verstand es, das Korps situativ zu bremsen oder anzuspornen.

Das Werk «Concerto d’Amore» von Jacob de Haan verbindet drei verschiedene Stilrichtungen, was viel Kurzweil bedeutete. «Song and Dance» des Belgiers André Waignein basiert auf dem gleichnamigen Musical von – ja wem wohl – Andrew Lloyd Webber von 1982. «Lehnt euch zurück, schliesst die Augen und geniesst», riet Carla Lauber. Die Konkordia sorgte für wunderbare Klangmomente.

1976 landete die britische Band Sailor mit «Girls, Girls, Girls» einen veritablen Hit. Die gelungene Interpretation sorgten für gute Laune. Als Zugabe durfte das Publikum die «Schiffsfeger Polka» von Beny Rehmann und als Abschluss wie immer den «Solothurner Marsch» von Stephan Jaeggi geniessen.

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