Laupersdorf

Heizungsanlage im Gemeindezentrum wird ersetzt

Die bestehende Holzschnitzelfeuerungsanlage soll ersetzt werden. (Archiv)

Die bestehende Holzschnitzelfeuerungsanlage soll ersetzt werden. (Archiv)

Die Gemeindeversammlung von Laupersdorf genehmigte den Voranschlag 2015 einstimmig. Dieser sieht einen Aufwandüberschuss von 33'720 Franken vor. Die Holzschnitzelfeuerungsanlage im Gemeindezentrum wird ersetzt.

In Laupersdorf haben 52 Stimmberechtigte die ordentliche Budget-Gemeindeversammlung besucht, die nur 75 Minuten dauerte und der Voranschlag 2015 sowie die Kredite für das Investitionsprogramm 2015 wurden alle einstimmig und ohne grössere Diskussionen – nur einzelne Fragen mussten die Verantwortlichen beantworten – genehmigt. Dies spricht für ein grosses Vertrauen der Einwohnerinnen und Einwohner in den Gemeinderat.

Gemeindepräsident Edgar Kupper gab seiner Freude Ausdruck, dass in Laupersdorf an der kantonalen Volksabstimmung vom 30. November 2014  dem Gesetz über den neuen Finanz- und Lastenausgleich mit 85 Prozent- Ja-Stimmen zugestimmt wurde. Deshalb konnte die Gemeindeversammlung wie geplant und mit dem vom Gemeinderat ausgearbeiteten Voranschlag 2015 durchgeführt werden. Bei einer Ablehnung hätte die Gemeindeversammlung verschoben werden müssen, weil der Gemeinderat einen korrigierten Voranschlag 2015 hätte erstellen müssen.

Das Gemeindezentrum Laupersdorf wurde in den Jahren 1985/86 erbaut. Die Heizung ist eine Holzschnitzelfeuerung und im Wärmeverbund werden auch noch die Schulhäuser Linden und Sunnmatt, der Kindergarten, das Mehrzweckgebäude (Feuerwehr, Werkhof), die Mehrzweckhalle Kreuzacker sowie vier private Liegenschaften an der Thalstrasse und an der Höngerstrasse beheizt.

Nun erfüllt die bald 30 Jahre alte Anlage die Luftreinhalte-Verordnung nicht mehr und muss gemäss den Auflagen des Kantons bis spätestens 2017 saniert werden.  Im März 2013 wurde vom Gemeinderat für diese Sanierung eine spezielle Arbeitsgruppe eingesetzt, in der alle involvierten Kreise vertreten sind.  Die Arbeitsgruppe wie der Gemeinderat kamen zum Entscheid, die Holzschnitzel-Heizungsanlage komplett zu erneuern. Vor zwei  Jahren  bewilligte die Gemeindeversammlung einen Planungskredit von 20 000 Franken, vor einem Jahr kamen weitere 50 000 Franken hinzu.

Heizungs-Ingenieu Roger Kaufmann (Oensingen) stellte der Versammlung das Projekt der neuen Heizungsanlage detailliert vor. Die neue Holzheizung mit Elektrofilter und Schwenktüre kostet 292 537 Franken. „Die Luftreinhalte-Verordnung lässt sich mit der derzeitigen Heizung nicht mehr einhalten und eine Montage eines Elektrofilters ist zwingend notwendig“, erwähnte Kaufmann. Auch war die Holzschnitzel-Austragung in der letzten Zeit sehr reparaturanfällig und die Störfälle häuften sich. Der Anschluss der Heizung kostet 84 903 Franken, die Abgas-Anlage 17 433 Franken (der Kamin muss saniert werden), die elektrischen Installationen und die Nebenarbeiten je 20 000 Franken, die Honorare 63 500 Franken, Unvorhergesehenes 20 000 Franken, der Ersatz der Regelung 27 028 Franken (es wird eine automatische Pannenumschaltung eingebaut), der Ersatz der Pumpen 5815 Franken und der Ölkessel 44 895 Franken (dieser hat die Funktion eines Notkessels).

Die Bürgergemeinde Laupersdorf steuert an die Sanierungskosten 45 000 Franken bei.  Die Gemeindeversammlung genehmigte den Kredit für den Ersatz und die Erweiterung der Heizungsanlage von 480 000 Franken einstimmig. Nun erfolgt im Januar 2015 die Arbeitsvergabe, im Juni 2015 sollen die Bauarbeiten beginnen und im Oktober 2015, also rechtzeitig zu Beginn der neuen Heizperiode, soll die neue Heizanlage in Betrieb genommen werden.

Umbau Schützenhaus genehmigt

Die Einwohnergemeinde ist laut Bundesgesetz verpflichtet, den Scheibenstand, dazu gehören auch die elektronischen Trefferanzeigen, zu unterhalten und zwar für 3 bis 5 Scheiben. Im März 2014 ergab eine Kontrolle, dass die Hauptrahmen dringend ersetzt werden müssen, weil die Schiessgenauigkeit nicht mehr gewährleistet war. Der Schützenverein Laupersdorf tätigte in der Folge eine dringende Sanierung für 13 000 Franken.  Der Gemeinderat Laupersdorf klärte auch ab, welche Kosten eine Einmietung in den Schiess-Anlagen in Balsthal kosten würde.

Für die Mitbenützung der Anlagen in Balsthal würde die Einkaufssumme 80 000 Franken einmalig und die jährlichen Folgekosten 4000 Franken betragen. Somit kam der Gemeinderat Laupersdorf zur Einsicht, dass der jährliche Betrieb in Laupersdorf günstiger zu stehen kommt als eine Einmietung in Balsthal.

Bei einer Sanierung fallen auch die jährlichen Unterhaltskosten von rund 3500 Franken in den nächsten fünf Jahren weg.  Die Gemeindeversammlung beschloss einstimmig, an den Umbau der elektronischen Trefferanzeigen im Schützenhaus im Enerholz einen Investitionsbeitrag von 80 000 Franken zu leisten. Dies reicht für rund vier Scheiben.

Voranschlag mit Aufwandüberschuss

Gemeindeverwalter Stefan Schaad stellte der Versammlung den Voranschlag 2015  im Detail vor. Bei einem Aufwand von 8 016 870 Franken und einem Ertrag von 7 983 150 Franken sieht der Voranschlag 2015 einen Aufwandüberschuss von 33 720 Franken (Rechnung 2013: Aufwandüberschuss von 41 816 Franken). Bei Einnahmen von 105 000 Franken und Ausgaben von 590 000 Franken sieht die Investitionsrechnung 2015 eine Nettoinvestition von 485 000 Franken vor (2013: Nettoinvestition von 168 256 Franken). Im Voranschlag 2015 resultiert ein Finanzierungsüberschuss von 30 108  Franken (2013: Finanzierungsüberschuss von 407 150 Franken).

An Gemeindesteuern sind bei gleichem Steuerfuss (129 Prozent der einfachen Staatssteuer für natürliche Personen und 105 Prozent für juristische Personen) Einnahmen von 3 963 972 Franken budgetiert. Als Beitrag vom Finanzausgleich sind 982 700 Franken angekündigt.

Für den Aufbau des neuen Internet-Auftrittes der Gemeinde Laupersdorf ist für 2015 eine Summe von 11 000 Franken budgetiert. Die Einführung des harmonisierten Rechnungsmodells 2  (Software und Schulungen) kostet 18 000 Franken. Im Gemeindezentrum wird die Fassade im Eingangsbereich erneuert und im Mehrzweckgebäude (Feuerwehr-Lokal / Werkhof) die Fenster ersetzt. In der Primarschule  werden  Laptops ersetzt und dies kostet 22 449 Franken.

Für den Unterhalt der Gemeindestrassen sind 60 000 Franken vorgesehen. Im Weiteren werden im Unterdorf die Sitzbänke erneuert für 6000 Franken. Die Versammlung genehmigte den Voranschlag 2015 einstimmig. Heraufgesetzt wurden die Hundesteuer von bisher 120 Franken pro Hund auf neu 140 Franken pro Hund (Überwälzung Gebührenerhöhung des Kantons) und die Grundgebühr pro Wohnung sowie pro Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetrieb bei der Kehrichttaxe von bisher 120 Franken auf neu 140 Franken. Hingegen wurde die Grundgebühr bei der Abwasserbeseitigung von bisher 100 Franken auf neu 80 Franken gesenkt.

UV-Anlage benötigt

Gemeindepräsident Edgar Kupper informierte die Versammlung, dass der Gemeinderat beschlossen habe,  beim Grundwasser-Pumpwerk in der Nähe der Dünnern dringend  noch in diesem Jahr eine UV-Anlage einzubauen.  Messungen hätten zweimal schlechte Messungs-Resultate ergeben, so dass seither vom Pumpwerk kein Wasserbezug mehr erfolge.  „Weil die Quellen im Hohl bei trockener Witterung für die Wasserversorgung von Laupersdorf nicht ausreichend sind und nach starken Regenfällen eine Trübung erfolgt, ist der Einbau einer UV-Anlage im Grundwasser-Pumpwerk unausweichlich“, bemerkte Edgar Kupper. So ist in Zukunft gewährleistet, dass auch vom Grundwasser-Pumpwerk einwandfreies Wasser bezogen und  abgegeben werden kann.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1