Balsthal

Heimatdorf ehrt seinen Flugpionier mit Gedenktafel

Die Protagonisten der Enthüllung des neuen Gedenksteins für August Haefeli (von links): Aviatikkenner und Buchautor Peter Brotschi, Balsthals Gemeindepräsident Pierino Menna und Emanuel von Wartburg, Präsident der Offiziersgesellschaft Balsthal, Thal und Gäu. Im Hintergrund links die Tambouren Mümliswil-Ramiswil.

Die Protagonisten der Enthüllung des neuen Gedenksteins für August Haefeli (von links): Aviatikkenner und Buchautor Peter Brotschi, Balsthals Gemeindepräsident Pierino Menna und Emanuel von Wartburg, Präsident der Offiziersgesellschaft Balsthal, Thal und Gäu. Im Hintergrund links die Tambouren Mümliswil-Ramiswil.

Für den in der Gemeinde aufgewachsenen August Haefeli wurde am Wochenende in Balsthal ein Gedenkstein enthüllt. Die Gedenktafel wurde auf einem grossen Jurastein im oberen Teil befestigt und mit den Lebensdaten des Flugzeugpioniers versehen.

Zum Trommelspiel der Tambouren Mümliswil-Ramiswil wurde am vergangenen Freitagabend der Gedenkstein für den in Balsthal aufgewachsenen August Haefeli feierlich enthüllt. Zum Vorschein kam eine Gedenktafel, die auf einem grossen Jurastein im oberen Teil befestigt und mit den Lebensdaten des Flugzeugpioniers versehen ist.

Oberhalb der Fotografie von August Häfeli ist zudem ein QR-Code abgebildet, der Interessierte mittels Wikipedia zusätzliche Informationen über das Smartphone liefert. Der Gedenkstein steht vor dem Eingang der Badi Moos und wurde durch die Offiziersgesellschaft Balsthal, Thal und Gäu erstellt, vertreten durch Präsident Emanuel von Wartburg. Die Laudatio hielt Aviatikkenner und Buchautor Peter Brotschi. Balsthals Gemeindepräsident Pierino Menna vertrat die Behörden.

Der 1887 in Leuzigen geborene August Haefeli war Schweizer Flugzeugingenieur der ersten Stunde, und damit habe er sich einen Ehrenplatz zu seinem Andenken in der Heimat verdient, so die Offiziersgesellschaft. Von 1915 bis 1929 war Haefeli Chefkonstrukteur und Leiter der Abteilung Flugzeugbau bei den Eidgenössischen Konstruktionswerkstätten in Thun. Unter seiner Leitung wurden die Militärflugzeuge Doppelrumpf DH-1, Langrumpf DH-2, DH-3 und DH-5 entwickelt.

1919 wurde mit einer DH-3 von Haefeli die Linie Dübendorf–Bern als erste schweizerische Flugpostverbindung eröffnet. 1929 bis 1947 war er Ingenieur in Oberdiessbach bei der Maschinenfabrik Vogt und in Villeneuve VD bei der Construction mécanique. Von 1948 bis 1960 arbeitete er weiter als freischaffender Ingenieur in Thun, wo er am 5. Juni 1960 starb. (frb/plo)

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