Mümliswil
Heimatabend: Die Trachtengruppe überzeugte mit Tanz und Theater

Die Trachtengruppe ist einer der kleinsten Vereine im Guldental und trotzdem bot sie am Heimatabend Unterhaltung auf hohem Niveau. Die Theatergruppe um von Remo Walter sorgte weiter dafür, dass die Zuschauer ihre Lachmuskeln strapazierten.

Josef-Tschan Studer
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Heimatabend der Trachtengruppe
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Am Heimatabend der Trachtengruppe gab es reichlich fröhliche Stimmung und «Action».
Auf der Bühne wurde fleissig getanzt.
Auch die Kleinen trugen ihren Teil zum Erfolg des Abends bei.

Heimatabend der Trachtengruppe

JTM

«Es unheimlichs Glück» war der Titel des Kriminallustspiels von Hans Wälti, das die Trachtengruppe Mümliswil zur Aufführung brachte. Unheimliches Glück hatten all jene, denen es vergönnt war, dem wunderbaren Anlass beizuwohnen.

Denn die Trachtengruppe - obwohl einer der kleinsten Vereine im Guldental - bot Unterhaltung vom Feinsten. Und Remo Walter sorgte mit seiner Theatertruppe dafür, dass die Lachmuskeln arg strapaziert wurden.

Schönes Brauchtum

Den Heimatabend eröffneten die Trachtenfrauen gleich selbst. Adrett herausgeputzt, führten sie dem Publikum vor, wie schön Trachtentanz sein kann. Schon nach dem ersten Tanz klatschten und juchzten die Zuschauer fröhlich mit.

«Zum Jubiläum - die Trachtengruppe kann heuer den fünfzigsten Geburtstag feiern - erhalten die Damen Verstärkung durch ein paar mutige Männer», verkündete Elvira Bader, die gekonnt den Abend moderierte. Die «Unerschrockenen» waren fast alles Musikanten der «Konkordia», die die Trachtengruppe auch sonst tatkräftig unterstützten.

Entsprechend laut und lang war dann auch der Applaus und die Männer durften als Zugabe noch eine «Ehrenrunde» drehen. «An diesen Anblick könnte man sich gewöhnen. Hoffentlich wartet Ihr nicht wieder 50 Jahre», meinte Bader anschliessend. Denn interessierte Männer seien jederzeit willkommen - Probe ist jeweils am Montag.

Auch die Auftritte der kleinen Trachtenmädchen und -buben sorgte für viel Fröhlichkeit. Die Mädchen sahen in ihren Werktagstrachten und mit den kunstvoll gezöpfelten Haaren einfach süss aus - und die Buben in ihren Sennechutteli natürlich auch. Ihre Tänze waren beschwingt, die frische, unverbrauchte Art der Kleinen sorgte beim einen oder anderen Zuschauer für Freudentränen.

Das anschliessende Theater setzte dem ganzen Abend die Krone auf. Regisseur Remo Walter sorgte mit seiner Theatertruppe für viel Gelächter und allerbeste Unterhaltung.

Werner Vontobel (Manfred Nussbaumer) hat Dreck am Stecken aus der Zeit, als er noch Bankdirektor war. Jemand scheint davon Wind bekommen zu haben und bedroht ihn nun. Sein Personal ist alles andere als unschuldig und scheint mehr zu wissen, als Vontobel lieb ist.

Sein Gärtner (Christoph Ackermann) macht gemeinsame Sache mit der resoluten Haushälterin Lisette (Corinne Meister). Auch Dorfwegmacher Gusti Mörgeli (Rainer Ackermann) ist nicht ganz lupenrein. Einzig der trottelige Dorfpolizist Ruedi Suter (Peter Merz) scheint von allem keine Ahnung zu haben.

Eine Bombe, die im Garten explodiert, Wirrungen und falsche Verdächtigungen liessen die Spannung mehr und mehr steigen. Das Spiel war actiongeladen und von viel Klamauk begleitet, das Publikum grölte vor Lachen und Begeisterung.