Egerkingen

Heikel bis kreativ: Meinungen zur Deutsch-Regel gehen auseinander

Deutsch-Zwang auf dem Pausenplatz? «Das seit s'Volk».

Deutsch-Zwang auf dem Pausenplatz? «Das seit s'Volk».

In Egerkingen müssen die Kinder künftig auf dem Pausenplatz Deutsch sprechen. Sonst gibt es eine Busse. Das sagen Passanten in Solothurn dazu.

Die Deutsch-Regel in Egerkingen spaltet die Gemüter und wird wohl bald auch die Regierung beschäftigen. Selbst ein nationaler Deutsch-Zwang steht zur Diskussion. Doch was sagt eigentlich das Volk dazu?

Das Regionalfernsehen Tele M1 hat auf der Strasse nachgefragt. Der erste befragte Mann sagt: «Es ist heikel, ich kann es jedoch verstehen.» Ein anderer findet die Regel ungerecht und ein Herr meint: «Sie ist kreativ, das ist doch eine Idee.»

Eine junge Frau kennt die Ausgrenzung von Schweizern aus ihrer Schulzeit. Ausländer würden sich auch in Gerlafingen häufig in Fremdsprachen unterhalten. «In solchen Situationen versteht man als Schweizer nichts.» Deshalb finde sie die Deutsch-Regel «super». Ein Mann entgegnet: «Zwang ist selten eine Lösung.»

Dass die Ausländeranteile an Schweizer Schulen steigen, ist laut «Tele M1» ein Fakt. Deshalb wollte das Regionalfernsehen von den Passanten auch wissen, welche Ideen sie für eine gelungene Integration haben.

Die Antworten sind verschieden. Die junge Frau aus Gerlafingen findet, man solle die Bildung von Ausländergruppen schon im Kindergarten verhindern. Ein Mann stellt fest: «Wenn die Eltern nicht integriert sind, sind es auch die Kinder nicht.» Und ein anderer sagt: «Die Liebe, das ist Integration.» (jos)

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