Matzendorf
Hausaufgabenhilfe ist mehr gefragt als ein Mittagstisch

Die Schule, Aufgabenhilfe, das Oberstufenschulhaus, die Landwirtschaft und das Zukunftsbild Thal beschäftigen den Gemeinderat von Matzendorf.

Jenny Frey
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Ein Mittagstisch für die Schulkinder ist in Matzendorf nicht gefragt.

Ein Mittagstisch für die Schulkinder ist in Matzendorf nicht gefragt.

Walter Schwager

Eine Bedürfnisabklärung hat gezeigt, dass ein Mittagstisch für die Schulkinder nicht gefragt ist, jedoch eine Hausaufgabenhilfe für Primarschüler eher geschätzt würde. Damit könnte ein Angebot an Tagesstruktur geboten werden, was Eltern ermögliche, Familie und Erwerbstätigkeit zu vereinen. Die Hausaufgabenhilfe ist zwar ein Projekt der Pro Juventute, die Grundsätze der Aufgabenhilfe bestimme aber klar die Schulträgerschaft, wie im Gemeinderat festgehalten wurde.

Lediglich die organisatorische Verantwortung für die Umsetzung übernimmt die Pro Juventute. Bestimmt ist das Angebot für Schüler der 1. bis 6. Primarklasse, mithelfen können aber alle. Freiwillige werden aus dem Ort oder der Region rekrutiert. Gesucht werden in erster Linie Schülerinnen und Schüler der Sek. E und P und des Gymnasiums, Studentinnen und Studenten sowie Pensionierte mit pädagogischem Hintergrund. Der Gemeinderat sieht einen weiteren positiven Punkt darin, dass Studierende ihr Taschengeld aufbessern können. Die Gemeinde stellt Räume und Infrastruktur kostenlos zur Verfügung.

Lob für Schule Laupersdorf

Der Schulstart ist geglückt, die Kinder vom Brunnersberg besuchen nun die Schule in Laupersdorf. Die Gemeinde Laupersdorf ist voll des Lobes für die Zusammenarbeit mit den involvierten Personen vom Brunnersberg. Dort wiederum ist man dankbar für die gute Aufnahme und die Kooperationsbereitschaft von Laupersdorf. In Matzendorf ist man erfreut über solch gute Nachrichten und spricht den Beteiligten ein Kompliment aus. In relativ kurzer Zeit hat man für die schulische Organisation, den Mittagstisch, den Transport der Kinder und weiteres eine gute Lösung gefunden. Für Matzendorf fällt denn auch die Entscheidung leicht, ihren finanziellen Beitrag daran zu leisten. Der Gemeinderat rechnet für das Schuljahr 2014/2015 mit einem Kostenbeitrag von 5500 bis 6000 Franken. Nach dem ersten Jahr sei eine genauere Kostenschätzung möglich.

Nach einer Begehung des Oberstufenschulhauses mit den Handwerkern wurde festgestellt, dass der Zustand des Hauses im Normbereich liege. Es gebe noch einige Mängel, die aber grösstenteils diesen Herbst beseitigt werden. Die Gemeinde kann mit einer Garantieverlängerung von fünf Jahren für gewisse Mängel rechnen. Im Rat ist man sich einig, dass die Übergabe der Verantwortung für das Schulhaus an die Kommission für öffentliche Bauten nun vorbereitet werden kann.

Vernetzung Landwirtschaft

Der Gemeinderat geht einig mit der Gemeindepräsidentenkonferenz Thal, die den Zusammenschluss der heute vier Trägerschaften betreffend Landwirtschaft vorsieht. Um Qualitätsbeiträge zu erhalten, dränge sich ein Zusammenführen auf. Ökoausgleichsflächen, Vernetzungsprojekte und Landschaftsqualitätsprojekte sollen deshalb ab 2015 in einer gemeinsamen Trägerschaft zusammengeführt werden. Die grössere Gesamtfläche und die einheitliche Administration und Datenverwaltung bringe eine deutliche Kostenersparnis.