Gäu
Hat der Pastoralraum die bei der Gründung gesetzten Ziele erreicht?

Vor zwei Jahren ist der Pastoralraum Gäu errichtet worden, mit dem Ziel Glauben neu ins Spiel zu bringen, Der Leiter Adrian Wicki zieht Bilanz und zeigt vergangene und bevorstehende Veränderungen auf.

Alois Winiger
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Das Errichtungsfest des Pastoralraums im Jahr 2013. (Archiv)

Das Errichtungsfest des Pastoralraums im Jahr 2013. (Archiv)

Bruno Kissling

Es war am 28. September 2013, als nach rund dreijähriger Projektphase Bischof Felix Gmür den Pastoralraum einrichtete für die Kirchgemeinden Egerkingen, Härkingen, Fulenbach, Oberbuchsiten und Neuendorf. Das Ziel: Durch intensive Zusammenarbeit die vorhandenen Ressourcen so einsetzen, dass der Glaube neu ins Spiel gebracht werden kann. Dieses Ziel ist aber nicht ohne Veränderungen im Alltag zu erreichen.

«Bis jetzt mögen die Veränderungen in den einzelnen Pfarreien nur gering sein», schreibt Pastoralraumleiter Adrian Wicki im «Kirchenblatt». Das liege nicht zuletzt daran, «dass wir mit der aktuellen Stellenbesetzung glücklich sein dürfen.» Stehen doch derzeit ein Priester, ein Pastoralraumleiter, eine Pastoralassistentin und ein -assistent, ein Jugendseelsorger sowie ein Praktikant im Einsatz. Doch, so sagt der Pastoralraumleiter voraus, es würde in den kommenden Jahren immer wieder zu Veränderungen kommen.

Sachte verändern

Änderungen sind aber bereits geschehen, und sie werden laut Wicki auch sachte fortgesetzt. Den Anfang machte man in den vergangenen Sommerferien. «Wir haben uns erlaubt, erstmals den Gottesdienstbetrieb auf jeweils zwei Gottesdienste pro Wochenende zu reduzieren.» Ferner werde nicht mehr zu jedem Anlass in jeder Pfarrei ein Gottesdienst stattfinden.

Wicki nennt als Beispiel die Segensfeier zum Beginn des aktuellen Schuljahres. Diese wurde als Wortgottesdienst ohne Kommunion in Härkingen abgehalten – und zwar für alle Gläubigen des ganzen Pastoralraumes. Es werde künftig vermehrt für bestimmte Gottesdienste gemeinsam an einen Ort eingeladen. «Ob das gelingt, hängt nicht nur von den Seelsorgerinnen und Seelsorgern ab, sondern auch von den Gläubigen selbst», schreibt Adrian Wicki.

Neue Gemeinschaft erleben

Viele Menschen, die regelmässig Gottesdienste besuchen, hätten sich in vielen Jahren an ganz bestimmte Zeiten und Orte gewöhnt, führt Wicki weiter aus und nennt den 17.30-Uhr-Gottesdienst am Samstag in Egerkingen. Ein solcher finde noch immer fast jeden zweiten Samstag statt, aber längst nicht nur immer in Egerkingen. Wicki ermuntert dazu, den Weg in eine andere Pfarrei auf sich zu nehmen. Erstens sei dieser Weg doch eigentlich recht kurz. Zweitens lasse sich dadurch ein neues Stück Gemeinschaft über die Gemeindegrenzen hinaus erleben.