Jagd
Hasenpest im Kanton Solothurn – Jäger setzt sich Lebensgefahr aus

Im Kanton Solothurn ist ein Fall von Hasenpest aufgetaucht. Die seltene Krankheit ist auch auf den Mensch übertragbar und kann im schlimmsten Fall tödlich enden. Ein Jäger brachte sich in Lebensgefahr

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Ein Hase war im Kanton Solothurn mit der Krankheit Hasenpest infiziert (Archivbild).

Ein Hase war im Kanton Solothurn mit der Krankheit Hasenpest infiziert (Archivbild).

Keystone/Deutsche Wildtier Stiftung

Zum Auftakt der Herbstjagd ist in Neuendorf ein toter Hase aufgefunden worden, der an Tularämie (Hasenpest) erkrankt war. Dies berichtet die Zeitung „Schweiz am Sonntag“.

Zu dieser seltenen Diagnose kam das Tierspital in Bern, wie Marcel Tschan vom kantonalen Amt für Wald, Jagd und Fischerei auf Anfrage bestätigt. Die Infektionskrankheit kann sich auch auf Menschen übertragen und für diesen im schlimmsten Fall tödlich verlaufen.

Der Jäger, der in Neuendorf den infizierten Hasenkadaver ohne Schutzmassnahmen geborgen hatte, wird nun ärztlich abgeklärt. Bei Hasen endet Tularämie häufig tödlich. Die Übertragung der Krankheit auf andere Tiere erfolgt meist durch Zecken, Insektenstiche oder direkten Kontakt.

Menschen wird dringend davon abgeraten, tote Hasen zu berühren. Bei einem Kontakt empfiehlt sich ein Arztbesuch, ansonsten kann die Hasenpest für den Menschen lebensbedrohlich sein. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch wurde bislang nicht nachgewiesen. Symptome für eine Tularämie sind Fieber, eine fortschreitende Entzündung der Eintrittsstelle sowie Lymphknotenschwellungen.