Thal
Grünröcke übten auf der Vorderen Schmiedematt für die Schwarzwildjagt

Schiesstraining, optische Geräte für die Jagd und ein Vortrag über ein Traumland für Jäger waren Themen am Hegetag der Vereinigten Thaler Jagdgesellschaften (VTJ).

Josef Tschan-Studer,
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Die Thaler Jägerinnen und Jäger folgen auf der Vorderen Schmiedematt den Instruktionen von Josef Bader (rechts vorne).

Die Thaler Jägerinnen und Jäger folgen auf der Vorderen Schmiedematt den Instruktionen von Josef Bader (rechts vorne).

JTM

Rund 50 Jägerinnen und Jäger nahmen am Anlass teil. Das Programm hatte Ausbildungschef Peter Wäfler zusammengestellt. Joe Ritter, der in Olten ein Waffengeschäft führt, informierte über moderne Jagdoptik.

«Optik ist immer etwas Persönliches – egal ob Zielfernrohr oder Feldstecher», meinte Ritter. Jeder Jäger müsse wissen, welche Ansprüche er stelle und wofür die Optik dienen soll. Vergrösserung, Sichtfeld, Grösse der Pupille, Restlichtverstärkung usw. seien massgebend. Bei einem Zielfernrohr sei es auch wichtig, dass die Einstellung der verwendeten Munition angepasst werde.

Eindrücklich brachte Ritter die neusten Entwicklungen der bedeutendsten Hersteller näher. Eine Linse könne heute aus über hundert verschiedenen Schichten bestehen, die für die Qualität der Optik verantwortlich seien. Elektronik sorgt dafür, dass das Sichtfeld und die Zielerfassung korrigiert werden, auch wenn man schräg in das Zielfernrohr schaut. Allerdings hat ein gutes Gerät seinen Preis, dieser klettert meist weit über die Tausendergrenze hinaus.

Speziell für Wildschweine

Zum Schiesstraining verschoben sich die Jäger auf einen vorab militärisch genutzten Platz auf der Vorderen Schmiedematt. Josef Bader instruierte die Weidmänner und -frauen über das Schiessprogramm auf den laufenden und stehenden Keiler.

Eingesetzt wurden Flintenlaufgeschosse; grosse, schwere Bleiprojektile speziell für Schwarzwild. Angesichts der enormen Schäden im letzten Winter taten die Jäger gut daran, den Umgang mit der Waffe und spezieller Munition zu üben. Parallel dazu lief ein Wettbewerb. Anhand von acht Losungen (Tierkot) musste man erraten, von wem die «Hinterlassenschaft» stammt. Gewonnen hat Kurt Schneeberger, der Wildschwein, Gams, Luchs, Uhu und Co. richtig erkannte.