Das «Grüzi, Grüzi», welches oft von weit her zu hören war, ist wohl während elf Jahren das Markenzeichen von unserem Pfarrer Josef Csobanczy gewesen. Überhaupt seine Art auf Leute zuzugehen – ohne Berührungsängste und klar verständlich – hat viele Einwohnerinnen und Einwohner von Egerkingen beeindruckt und zu Beginn vielleicht auch etwas verunsichert.

Er war ein moderner Seelsorger

Damals, am 3. Januar 2003 hatte Pfarrer Csobanczy sein Amt in der Pfarrei St. Martin angetreten. Seither durfte die Gemeinde Egerkingen eine weltoffene, lustige und dennoch tief religiöse Persönlichkeit kennenlernen. Diese religiöse Überzeugung, aber auch seine weltoffene Gesinnung in allen kritischen Fragen betreffend Kirche in der heutigen Zeit, sprechen für einen modernen Seelsorger.

Auch sein gemeinschaftsstiftender Charakter, seine Liebe zum Priesterberuf und sein grosses Engagement für die Notleidenden (man erwähne seine Waisenkinder in Rumänien oder sein Studienheim in Ungarn) haben Pfarrer Csobanczy besonders ausgezeichnet. Aber trotz all dieser weichen Seiten vertrat er während Sitzungen und Gesprächen seine Argumente immer stets klar und konsequent und es waren gute Ideen und Gründe nötig, um dessen Meinung umstossen zu können.

In der Person von Josef Csobanczy verliert die Kirchgemeinde Egerkingen einen äusserst aktiven und umgänglichen Seelsorger, der weit über die Gemeindegrenze hinaus Anerkennung fand. Als kleine Erinnerung und als Dank für die gute Zusammenarbeit und das Engagement in Egerkingen überreichte ihm der Kirchgemeinderat ein Bild mit der Ansicht Martinstrasse und Kirche St. Martin, mit der Hoffnung, dass diese ihm doch sehr vertraute Ansicht und die Erfahrungen dazu in guter Erinnerung bleiben werden. Christian Studer, Präsident des Forum St. Martin, bestätigte bei seinen Dankesworten die gute Zusammenarbeit und überreichte Csobanczy als Dank im Namen des Vereins einen Geldbetrag zur Unterstützung seiner vielzähligen Projekte.

Viel Fachwissen an den Tag gelegt

Ebenfalls musste Andrea Vogel als langjährige Finanzverwalterin der Kirchgemeinde verabschiedet werden. Neue Verpflichtungen und Herausforderungen im privaten Bereich verunmöglichen ihr eine Fortführung dieses verantwortungsvollen Amtes.

Am 17. Februar 1998 hatte sich Andrea Vogel im Gemeinderat zur Wahl als Finanzverwalterin vorgestellt. Sie wolle eine neue Herausforderung annehmen und Verantwortung übernehmen, so Andrea Vogel damals bei ihrem Bewerbungsgespräch. Beides, das kann man rückblickend feststellen, ist ihr auf eindrückliche Art und Weise gelungen. Überhaupt wurden laut Peter Felber, Präsident der Rechnungsprüfungskommission, in den letzten vergangenen 16 Jahren die Rechnungsbücher der Kirchgemeinde immer stets korrekt und pflichtbewusst geführt.

Andrea Vogel hat mit viel persönlichem Engagement und mit grossem Fachwissen alle Aufgaben rasch, effizient und pragmatisch gelöst. Mit ihrer unkomplizierten und seriösen Art war Andrea Vogel auch während des vergangenen Jahres, mit dem Präsidentenwechsel und der Gemeinderatsneubesetzung, eine äusserst wichtige Stütze und Informationsquelle für den neuen Präsidenten. Als kleines Dankeschön für die vergangenen Jahre überreichte ihr der Kirchgemeinderat eine kleine Vogel-Villa, denn schliesslich ist man sich dem zusätzlichen Platzbedarf bei der Familie Vogel bewusst. (DSE)