Auf dem Areal der ehemaligen Sammelstelle Weihermatt soll schon bald ein Treffpunkt für Jugendliche entstehen. Dies hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen und dafür einen Nachtragskredit von 20'000 Franken als Kostendach gesprochen. Geplant ist die Instandstellung der bestehenden Garage sowie der Kauf eines Occasions-Containers, welcher auf dem gemeindeeigenen Areal ausgestellt werden soll. Vorgesehen ist ferner die Installation eines Toi-Toi-WC-Häuschens sowie eines Strom- und Wasseranschlusses.

Jugendliche einbinden

Die Ausstattung des Jugendtreffs mit aus der Internetbörse gekauftem Tischtennistisch und Sitzgelegenheiten soll möglichst spartanisch ausfallen. Damit soll für die Jugendlichen die Möglichkeit geschaffen werden, eigene Wünsche einzubringen und diese in Selbstverantwortung umzusetzen. Die zuständige Gemeinderätin Denise Bürgi will Kontakt mit der Schule aufnehmen, um Jugendliche möglichst früh in das Projekt einzubinden und sie für die Mitarbeit zu begeistern. Mit dem Jugendtreff sollen primär Schülerinnen und Schüler ab der 6. Klasse angesprochen werden. Ob es Sinn macht, den Jugendtreff auch auf Kinder unter 12 Jahren auszurichten, soll im Gespräch mit dem Schulsozialarbeiter abgeklärt werden.

Die Jugendlichen sollen ihre Freizeit im Jugendtreff selbstbestimmt und eigenverantwortlich verbringen können. Mit einer Nutzungs- und Hausordnung sollen aber klare Grenzen gesetzt werden, nicht zuletzt wegen des nahen Wohnquartiers an der Mühlemattstrasse. Der Jugendtreff ist aus Sicht des Rates weit genug von der Siedlung entfernt, weshalb die Anwohner nicht mit erhöhten Lärmemissionen rechnen müssten. Die Gefahr mit von Besuchern beim Jugendtreff parkierten Autos wird als gering eingestuft. Jugendliche mit Autos bevorzugten das private Jugendlokal im alten Schützenhaus als Treffpunkt, so der Tenor. Vor der Umsetzung des Projekts müssen noch einige Arbeiten auf dem vorgesehenen Areal vorgenommen werden. Eine Inbetriebnahme des Jugendtreffs wird deshalb wohl erst nach Schulsommerferien erfolgen.

Beitrag für Kinderbetreuung

Weiter hat der Gemeinderat für das Jahr 2019 ein Kostendach von 50'000 Franken für die familien- und schulergänzende Kinderbetreuung. 17'000 Franken davon werden für die Weiterführung des im letzten Jahr in Zusammenarbeit mit der Kita Easy-Kid-Care eingeführten Mittagstisch benötigt. Der Rest soll von der Gemeinde als Beitrag für berufstätige Eltern für die Kinderbetreuung in Kitas verwendet werden. Die Bildungskommission wurde der Auftrag erteilt, ein Reglement für die familien- und schulergänzende Kinderbetreuung der Einwohnergemeinde zu erarbeiten. Der erwähnte Kredit von 50'000 Franken wurde vorbehaltlich der Bewilligung des Reglements durch die Gemeindeversammlung bewilligt.

Auf Antrag der Kommission für öffentliche Bauten wurden folgende Arbeitsvergaben für die Gesamterneuerung des Schwimmbades Mühlematt vorgenommen. Schlosserarbeiten: Urs Marbet AG Gunzgen 79'858 Franken; Pflästerungen Spielbach: Egger Gartenbau AG Wangen bei Olten 40'318 Franken; Baumeisterarbeiten Beläge: Kummer Gartenbau AG Egerkingen 58'896 Franken; Planungsauftrag Phase Ausführung: Urs Köpfli AG Wolhusen 71'857 Franken.

Am 23. Mai hat der Gemeinderat auf Antrag der Kommission für öffentliche Bauten bereits folgende Arbeitsvergaben vorgenommen: Abbrucharbeiten: Reinhold Dörfliger AG Egerkingen 43'059 Franken; Baugrubenaushub: Reinhold Dörfliger AG Egerkingen 60'864 Franken; Holzbauarbeiten: von Rohr Holzbau AG Egerkingen 75'277 Franken; Aussentüren: von Rohr Holzbau AG Egerkingen 11'071 Franken; Holzfenster: von Rohr Holzbau AG Egerkingen 13'405 Franken; Flachdacharbeiten: Lemp Haustechnik AG Egerkingen 18'975 Franken; Elektroanlagen: Nünlist AG Egerkingen 92'518 Franken; Abdichtungen: Rowo-Plast AG Trimbach 27'523 Franken; Sanitäre Anlagen: Felber Haustechnik AG Egerkingen 35'392 Franken; Breitwasserrutsche in Edelstahl: Wiegand Maelzer GmbH, Starnberg Deutschland 88'910 Franken.

Bei den Kosten auf Kurs

Noch keine Auftragserteilung erfolgte für die Umzäunung und für die Körbe für die Sicht- und Lärmschutzwände. Auch die Einrichtung des Kiosks ist noch nicht genau definiert. Der von der Gemeindeversammlung genehmigte Kredit von 3 Mio. Franken für die Erneuerung des Schwimmbades sollte eingehalten werden können, wie Gemeindepräsidentin Johanna Bartholi erwähnte.