Die Gegner des Verkehrsregimes für den Kiesabbau in der Aegertengrube ziehen ihre vom Verwaltungsgericht ablehnte Beschwerde gegen die Erschliessung nicht ans Bundesgericht weiter. Dies bestätigt Arthur Haefliger, der Anwalt der Einsprecher. Damit steht der Wiederaufnahme des seit zwei Jahren ruhenden Kiesabbaus faktisch nichts mehr im Weg, wie Ralph Kaiser, stellvertretender Leiter Rechtsdienst des Bau- und Justizdepartementes (BJD) erklärt. Rechtskräftig werde die vom Regierungsrat bewilligte Erschliessung nach der Publikation des Gestaltungsplans im Amtsblatt. Dies könne nun geschehen.

Noch wird es aber eine Weile dauern, bis die Betreiberin der Grube, die Kies Neuendorf AG (Vigier Beton Mittelland AG), mit dem Abbau der bewilligten 1,3 Mio. Kubikmeter Kies beginnen kann, wie Bürgergemeindepräsident Emil Lämmle dazu ausführt. Zuerst muss Wald gerodet werden, um das unter Baumwurzeln liegende Kiesvorkommen abbauen zu können. Lämmle hofft, dass die Rodung nach der Hiebbewilligung durch den Kanton in den Monaten Oktober und November vorgenommen werden kann. Mit dem Kiesabbau könne voraussichtlich wohl erst ab Anfang 2017 gerechnet werden, so Lämmle.

Im Raum steht noch die vom Regierungsrat verlangte zweite Auflage eines alternativen Verkehrskonzepts innerhalb von zwei Jahren. Dies, weil auch die dafür zuständige Einwohnergemeinde eingeräumt hatte, dass es bessere Erschliessungsmöglichkeiten gebe. Gemeint ist damit die nun aktuell werdende Zufahrt der Lastwagen über die Fulenbacherstrasse und die Wegfahrt über die Wolfwilerstrasse. (eva)