Die Planer Ueli Roth aus Feldmeilen und Lukas Gregor aus Zürich, sowie der CEO von Swiss Quality Paper AG, Abhimanyu Soin, waren zu Gast im Balsthaler Gemeinderat. Roth referierte über den Stand der Planungsarbeiten im Papieri-Areal. Seit 2009 gehört die Papierfabrik der indischen Saber Group. Seit dieser Zeit lautet die Firmenbezeichnung Swiss Quality Paper (SQP). Produziert werden Masking Tape Papiere (Klebebänder), Zigarettenfilterpapiere und Hygienepapiere.

Von den ursprünglich fünf Papiermaschinenstrassen ist heute nur noch eine in Betrieb. Viele Hallen im Areal sind heute leer oder ungenutzt. Grosse Teile des etwas über fünf Hektaren umfassenden Areals der Papierfabrik Balsthal liegen brach. Die unmittelbare Nähe zum reizenden historischen Dorfkern von Balsthal legt nahe, das Areal auch für nichtindustrielle Nutzungen wie beispielsweise Wohnraum zu öffnen. Gleichzeitig soll die verbliebene Papierproduktion räumlich konzentriert, aber beibehalten werden, so die Absicht der Planer und der SQP.

Das Papieriareal. Der Gemeinderat gibt die Pläne zur Vorprüfung durch das Amt für Raumplanung frei.

Das Papieriareal. Der Gemeinderat gibt die Pläne zur Vorprüfung durch das Amt für Raumplanung frei.

Grosse Chance für Balsthal

Ueli Roth erläuterte die Grundzüge des Gestaltungsplanes mit Sonderbauvorschriften. Der Gestaltungsplan beinhaltet die Überbauungsmöglichkeiten in verschiedenen Baufeldern, die Neugestaltung des Areals und die Erschliessung mit Anbindung an den Dorfkern. Freddy Kreuchi, Ressortleiter Planung, schreibt in seinen Erläuterungen zum Vorhaben, dass die Planung für das Papieri-Areal zeitlich und inhaltlich parallel zur Ortsplanung laufe und deshalb die Erarbeitung eines Teilzonenplans mit Zonenvorschriften nicht notwendig sei.

«Wir schauen das Projekt als grosse Chance für Balsthal an», sagte Roth. Der Gemeinderat nahm Kenntnis vom Gestaltungsplan Papieri-Areal mit Sonderbauvorschriften der GB Balsthal Nummern 920, 1504, 1650, 2701, 2084 und 2196 und beschloss die Freigabe zur Vorprüfung durch das Amt für Raumplanung.

Von Kern- in Zentrumszone

Beim Sagi-Areal verläuft das Verfahren etwas anders. Nach erfolgtem Studienauftrag wurde das Ingenieur- und Planungsbüro BSB+Partner von den Eigentümern des Areals mit der Durchführung des Nutzungsplanverfahrens beauftragt. Da die Planung dieses Areals jener der Ortsplanung vorgelagert ist, werden die Parzellen GB Balsthal Nummern 1795 (südlich Augstbach) und 2991 (nördlich Augstbach) in einem Teilzonenplan mit Zonenvorschriften von der bisherigen Kernzone in die neue Zentrumszone überführt. Für das «Sagi-Areal» besteht weiter eine Gestaltungsplanpflicht, um sicherzustellen, dass eine qualitativ hochstehende Neubildung des Areals unter Aufwertung des Orts- und Strassenbildes stattfinden wird.

Ortsplaner Thomas Ledermann von BSB+Partner erklärte dem Rat die noch zuletzt vorgenommenen Abänderungen im Gestaltungsplan. Der Gemeinderat nahm auch bei diesem Verfahren Kenntnis vom Teilzonenplan mit Zonenvorschriften sowie dem Erschliessungs- und Gestaltungsplan Sagi-Areal mit Sonderbauvorschriften der GB Balsthal Nummern 1795 und 2991 und beschloss die Freigabe zur Vorprüfung durch das Amt für Raumplanung.