Damit fällt die Strafe noch höher aus, als die von der Staatsanwaltschaft geforderen 40 Monate Haft. Die Verteidigung hatte eine auf vier Jahre ausgesprochene bedingte zweijährige Strafe gefordert. Zusätzlich hat der Verurteilte den drei Opfern eine Genugtuung von gut 42 000 Franken zu bezahlen. In dieser Sache blieb das Gericht hingegen leicht unter den Forderungen der Privatklägerschaft, die insgesamt 50 000 Franken geltend gemacht hatte.

O. A.* hatte letzte Woche vor Gericht gestanden, von 2005 bis 2009 an drei damals 13- und 14-jährigen Jungen rund 140 Mal sexuelle Handlungen vorgenommen zu haben. Den Kontakt zu den Jungen habe der Lehrer in Hallenbad Entfelden aufgebaut, und sie danach ausserhalb der Schule mehrmals missbraucht. Der Beschuldigte habe das Alter der Kinder gekannt, habe vorsätzlich gehandelt und diese als Sexualobjekte betrachtet, um seinem Trieb, den der nachmalige Täter bislang unter dem Deckel habe halten können und müssen, endlich nachleben zu können, fand das Gericht. Und weiter: Mit Alkohol und Geld habe er seine Opfer gefügig gemacht. Vor allem das eine der drei Opfer, welches in rund 100 sexuelle Handlungen verstrickt war, fand den offerierten Alkohol (Bier) scheinbar anziehend.

Im Übrigen schilderte der Amtsgerichtpräsident Pierino Orfei den Beschuldigten als wenig kooperativ, was ebenfalls nicht strafmildernd notiert wurde. «Es liegt nach Ansicht des Gerichts kein umfassendes Geständnis vor», monierte der Amtsgerichtspräsident. Zudem seien in den Akten wahrheitswidrige Aussagen des Angeklagten nachzulesen, fehlten Detailangaben, was an dessen Glaubwürdigkeit zweifeln lasse. Insgesamt kam das Gericht zum Schluss, die Tat wiege schwer, würden noch strafverschärfende, aber praktisch keine strafmildernden Komponenten hinzukommen.

* Name der Redaktion bekannt.