Das Grundwasserpumpwerk «Spitzacker» wird im Frühling 2015 aufgrund des Bauprojekts des Epppenbergtunnels vom Netz gehen. Mit dem geplanten Vierspurausbau Olten-Aarau der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) soll zwischen 2015 und 2020 der bestehende Engpass im Bahnnetz behoben werden.

Zentrales Element beim Ausbau ist der neue, drei Kilometer lange Eppenbergtunnel. Die Grundwasserfassung «Pumpwerk Spitzacker» liegt im Perimeter des Eppenbergtunnels.

Eine gesetzeskonforme Ausscheidung (Erweiterung) der Schutzzonen und damit ein gesicherter Betrieb des Pumpwerks wird dadurch ab Baubeginn nicht mehr möglich sein. Zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung planen die Gemeinden Schönenwerd und Gretzenbach den Bau eines neuen Grundwasserpumpwerks im Aarefeld mit entsprechenden Netzanpassungen und neuen Netzverbindungen.

Einwandfreies Grundwasser

Die Gemeinden haben die Begleitgruppe Spitzacker beauftragt, das neue Grundwasserpumpwerk schnell und effizient zu planen und in Betrieb zu nehmen. Mit der Grundwassererkundung (zwei Sondierbohrungen mit Pumpversuch) des Geologiebüros Jäckli AG im Jahre 2013 wurde für das Aarefeld ein grosses und qualitativ einwandfreies Grundwasservorkommen nachgewiesen.

Es ist davon auszugehen, dass die für die beiden Gemeinden benötigte Konzessionswassermenge von 6000 Liter pro Minute beschafft werden kann, weist doch der Bericht der Jäckli AG eine maximal mögliche Pumpwassermenge von 12 000 bis 15 000 Liter pro Minute aus.

Diese Wassermenge würde sogar für ein Regionales Pumpwerk, wie es das Amt für Umwelt (AfU) des Kantons Solothurn wünscht, ausreichen. Die Gemeinden Schönenwerd und Gretzenbach sind aber nach wie vor bestrebt, ein eigenes Pumpwerk für die Trinkwasserversorgung ihrer Gemeinden zu erstellen. Aus diesem Grund hat der Gemeinderat einen Teil der generellen Wasserplanung (Teil-GWP) Aarefeld verabschiedet und die Unterlagen beim Amt für Umwelt zur Vorprüfung eingereicht.