Stüsslingen
Golfclub in Stüsslingen kauft das Pachtland sukzessive auf

Die Golfplatz Heidental AG ist finanziell so gut gestellt, dass sie alle gepachteten Landflächen bis in ein paar Jahren aufkaufen will und offenbar auch kann. Heute gehört der AG bereits ein Drittel des 62 Hektaren grossen Pachtlands.

Markus Emch
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Der Verwaltungsrat der Golfplatz Heidental AG (von links) Arthur Häfliger, Kurt Frauchiger, Ruedi Steiner, Jürg Moning (Geschäftsführer) und Alfons Hürzeler (Präsident des Glolfclubs).

Der Verwaltungsrat der Golfplatz Heidental AG (von links) Arthur Häfliger, Kurt Frauchiger, Ruedi Steiner, Jürg Moning (Geschäftsführer) und Alfons Hürzeler (Präsident des Glolfclubs).

Die Golfplatz Heidental AG und der Golfclub Heidental führen die Generalversammlungen seit der Gründung des Clubs (vor 15 Jahren) und der Aktiengesellschaft (vor 14 Jahren) miteinander durch. Das macht Sinn, ist die AG doch für die ganze Infrastruktur verantwortlich, während der Club den Spielbetrieb organisiert und überwacht.

Der Club nimmt durch die Mitgliederbeiträge und Greenfee-Zahlungen (Platzgebühr von Spielern, die nicht dem GC Heidental angehören) jene Gelder ein, welche die Aktiengesellschaft für den Unterhalt der riesigen Infrastruktur verwendet. Dank der beachtlichen Anzahl von gegen 800 Mitglieder und dem grossen Zulauf von fremden Spielerinnen und Spielern aus der ganzen Schweiz kommt so ein Bruttoertrag von rund 3,4 Mio. Franken pro Jahr zusammen. Grösste Ausgabenposten sind auf der anderen Seite das Personal und der Aufwand für den Spielbetrieb inklusive Pachtzinsen.

Land für 600 000 Franken gekauft

Kurt Frauchiger, langjähriger Präsident des Clubs und jetzt Mitglied des Verwaltungsrates der Aktiengesellschaft, wies darauf hin, dass im abgelaufenen Geschäftsjahr wiederum gegen 600 000 Franken für den Zukauf von Land eingesetzt werden konnte. «Das ambitiöse Ziel der Aktiengesellschaft ist es, bis in wenigen Jahren alle bisher gepachteten Landflächen zu kaufen», sagte Frauchiger.

Bis dahin sei aber noch ein sehr langer Weg, gehörten doch bis heute erst 27 Prozent der gesamten Golfplatzfläche von 62 Hektaren der AG. Bei den Pachtverträgen habe man unterdessen ziemlich genau Halbzeit, wurden sie doch vor rund 15 Jahren abgeschlossen und sind noch weitere 15 Jahre gültig.

Ein Teil der Einnahmen wurde letztes Jahr für den Unterhalt und den Ausbau der Anlage verwendet. So konnte der gesamte Parkplatz mit einem sickerfähigen Ökobelag versehen werden. Der Eingang zum Clubhaus und das Sekretariat wurden umgebaut, und schliesslich wurde in die steilsten Wege zwischen den Bahnen ein Kunststoffbelag eingebaut, damit die Spielerinnen und Spieler nicht mehr ausrutschen. Noch diesen Frühling sollen weitere Wege mit dem bewährten Kunststoffbelag versehen werden.

Neuer Gestaltungsplan

Weitere Bauten seien vorläufig nicht geplant, nachdem ein Neu- und Ausbau der Caddyhalle und die Vergrösserung der Restaurantterrasse letztes Jahr wegen Einsprachen nicht zustande kamen. Nun macht sich eine Task-Force der Aktiengesellschaft und des Clubs daran, zuhanden des Kantons einen neuen Gestaltungsplan auszuarbeiten. Mitglieder und Aktionäre, so erklärte Kurt Frauchiger, würden sobald wie möglich informiert. Er schloss seine Erklärungen mit den Worten, dass man sich wegen der Finanzen auch in Zukunft keine Sorgen machen müsse. So stünde dem Eigenkapital von rund 9,3 Mio. Franken Fremdkapital von lediglich 1,9 Mio. Franken gegenüber, was einem ausgezeichneten Wert entspreche.

Clubpräsident Alfons Hürzeler dankte zum Schluss dem in Pension tretenden Greenkeeper und früheren Gemeindepräsidenten von Stüsslingen, Rolf Meier, für seinen Einsatz. Meier war ein Mann der allerersten Stunde, amtete in einer ersten Phase als Geschäftsführer des Golfplatzes und danach 15 Jahre lang als Greenkeeper.