Der Gewerbeverein Thal unterstützt durch seiner Mitgliedschaft die Bemühungen des Komitees «Weissensteintunnel erhalten». «Für das Hintere Thal ist diese Verbindung lebenswichtig, der Weiterbetrieb ist die einzige Lösung», stellte Toni Rüegg, Präsident des Gewerbeverbandes Thal, fest und übergab das Wort an Stefan Schneider, Gemeindepräsident von Welschenrohr und Mitglied des Komitees.

Dieser wies auf die Orientierungsversammlungen in Lommiswil und Welschenrohr hin, die vor allem in Welschenrohr sehr gut besucht waren, auch von vielen Leuten aus dem Thal. Im Internet ist die vertiefte Studie über die Sanierung der Bahnlinie nachzulesen und unter «www. Weissensteintunnel erhalten» können die Stellungnahmen abgegeben werden. Zudem seien verschiedene Aktionen geplant, weitere Ideen sind gesucht.

Erwünscht sei auch die Mitgliedschaft im Komitee, das bereits 300 Mitglieder umfasst. «Mit den Nationalräten Kurt Fluri (Solothurn) und Stefan Müller-Altermatt (Herbetswil) sind unsere Interessen in Bern gut vertreten. Zudem setzen sich auch Solothurn und Moutier für die Bahn ein», erklärte Schneider.

Wohl mögen die grossen Zahlen von 170 Millionen für die Tunnelsanierung und insgesamt 300 Millionen für die gesamte Anlage erstaunen, aber wohlbemerkt, seit der letzten Diskussion in den 90er Jahren wurde in die Anlagen kaum mehr investiert. Das eindeutige Ergebnis der Studie ist, dass der Erhalt der Bahnlinie Solothurn-Moutier und der Betrieb im Halbstundentakt die beste, wenn auch die teuerste Lösung ist. «Und dafür setzen wir uns mithilfe der Bevölkerung ein», schloss Schneider.

Cartub AG schliesst Ende Jahr

«Der Euro-Kurs setzt auch dem Gewerbe zu, Arbeitsplätze sind gefährdet, auch in unserer Region,» dies stellte Toni Rüegg in seinem Jahresbericht fest. Deshalb sei auch für die Gewerbler die Mitwirkung in der Politik wichtig. Dabei wies er auf die bevorstehenden Abstimmungen über den Mindestlohn und die Milchkuh-Initiative hin. Auch für die Wahlen 2017 sollten sich mehr Kandidaten aus dem Gewerbe zur Verfügung stellen. Im Rückblick auf das Jubiläumsjahr erwähnte der Präsident vor allem den Ausflug ins Kernkraftwerk Gösgen, genau 20 Jahre nach der Gründung des Vereins.

«Noch ist die Mitgliederzahl sechzig nicht ganz erreicht. Leider muss ich von einem bedauerlichen Austritt Kenntnis geben», erklärte Toni Rüegg. Tatsächlich schliesst auf Mitte Jahr der Kartonbetrieb Cartub AG in Laupersdorf und verlegt die Produktion nach Zofingen. Zwei neue Betrieb treten dem Gewerbeverein Thal bei: Daniela Probst stellte ihr «Werchhuus Aedermannsdorf» vor, das Gartendekorationen anbietet und für den Sommer die Eröffnung eines Tearooms plant. Silvia Sailer stellte das «Tagesheim Sonnehuus» vor, das sich im ehemaligen Tearoom Vorstettli in Laupersdorf einrichten wird. Der Trägerverein ist gegründet, noch stehen die notwendigen Bewilligungen aus.

Die erfolgreichen traditionellen Anlässe stehen auch im laufenden Jahr auf dem Programm: Grill-Fest und Jass-Abend für die Mitglieder, die Matinee mit dem Opus One Orchestra für die Kundschaft und die Öffentlichkeit. Als besondere Attraktion wird die Fahrt mit dem Tunnelkino von Gänsbrunnen nach Oberdorf geplant.

GAT 18 in Sicht

Vertreter der drei Thaler Gewerbevereine Mümliswil, Balsthal und Thal setzten sich zusammen, um die Termine künftiger Ausstellungen abzusprechen. Eine gemeinsame Ausstellung komme nicht infrage, zu verschieden seien die drei Vereine gelagert, war dabei die Meinung.

So hat der Gewerbeverein Thal mit grossem Mehr beschlossen, die nächste Ausstellung im Jahr 2018 durchzuführen. Voraussichtlich 2019 ist wieder Balsthal und 2020 Mümliswil an der Reihe. Gesucht wird ein OK-Präsident.

20 Jahre Gewerbeverein Thal

Harry Kocher, Vizepräsident des Kantonalverbandes, lobte die Arbeit der Thaler und wies auf die Herausforderungen der kommenden Zeit hin. Zum Abschluss der Jubiläumsversammlung schilderte Initiant und Gründungsmitglied Kurt Boner die Entstehungsgeschichte und die ersten sieben Jahre, in denen er den Verein leitete.

Höhepunkt war die Ausstellung in Matzendorf. Infolge Pensionierung verabschiedete er sich vom Verein, ebenso Rolf Distel als Vertreter der Raiffeisenbank Dünnerntal.