Welschenrohr

Geschäftslokale, Arztpraxis und Gemeindeverwaltung: Alle in irgendeiner Form vom Coronavirus betroffen

In Welschenrohr steht das Leben still. (Archivbild)

In Welschenrohr steht das Leben still. (Archivbild)

Das betroffene Gewerbe konzentriert sich im Dorfzentrum im gleichen Haus. Bislang gab es erst einen positiv getesteten Fall. Man müsse sich wohl oder übel auf die aktuelle Situation einstellen, ist überall im Dorf die Meinung. Drei Wochen waren die Schulen geschlossen, nun sind Ferien. Das Vereinsleben steht still, Sportanlagen und Turnhalle sind verwaist.

Die Gemeindeverwaltung bemüht sich, die älteren Leute zu betreuen und Hilfe zu organisieren. Mit einem Flugblatt wies sie die Bevölkerung darauf hin. «Einige Personen haben bereits davon Gebrauch gemacht», berichtete Gemeindeschreiberin Beatrice Fink. Weitere Personen, besonders ältere und alleinstehende, habe man telefonisch kontaktiert. Das Echo auf die Aktionen sei durchaus positiv ausgefallen. Viele Leute sind dankbar für die Unterstützung. Die Seniorenfahrt wurde bereits auf den Herbst verschoben, das Datum steht noch nicht fest. Die Fusion mit Gänsbrunnen auf Beginn des nächsten Jahres ist in der Schwebe, aber immer noch möglich. Die Rechnungsgemeindeversammlungen müssen Eintreten beschliessen, und die Urnenabstimmungen können wo möglich am Abstimmungstermin Ende September in beiden Gemeinden durchgeführt werden.

Neuer Raiffeisen-Bancomat ist in Betrieb

Schon vor Ausbruch der Pandemie hat die Raiffeisenbank den Schalter in Welschenrohr geschlossen. Persönliche Beratungen können telefonisch vereinbart werden. Immerhin steht der Kundschaft ein neuer Bancomat zur Verfügung, an neuem Standort, gut sichtbar und leichter zugänglich.

Die Bäckerei Katharina bedient als Lebensmittelgeschäft ihre Kunden weiterhin, laut Anschlag vorläufig bis zum 19. April. Was nachher geschieht, ist noch offen. Bis zu diesem Datum ist auch der Coiffeursalon Milena in der Rosetta geschlossen. Auch die beiden andern Coiffeusen im Dorf sind ohne Arbeit und Verdienst, aber auch ohne Entschädigung für ihre Einbussen. «Ziemlich ruhig ist es bei mir in der Praxis», sagt Hausarzt Martin Bläsi. Er trägt Maske, Desinfektionsmittel stehen bereit. Viele Patienten vermeiden den Kontakt, bleiben zu Hause und sagen Termine ab. Alles konzentriere sich momentan auf das Coronavirus. In der Praxis kann man sich auch testen lassen. Nur bei einer Person sei bisher das Ergebnis positiv gewesen.

«Das war für mich undenkbar, Ostern ohne Gottesdienste», meint Kirchgemeindepräsident Robert Vogt. Aber alle geplanten Anlässe fallen aus. Die Kirchen bleiben für die Gläubigen zwar offen für persönliche Gebete, aber alles nach geltenden Vorschriften mit dem nötigen Abstand.

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