An der Spitze des Vereins Region Thal kommt es zu einem Wechsel: Geschäftsführer Bernhard Studer verlässt den Verein, der unter anderem auch als Träger des Naturpark Thals waltet. Studer habe der Organisation in den vergangenen zweieinhalb Jahren zu neuen Strukturen verholfen und sich nun entschieden, in der Privatwirtschaft eine neue Herausforderung zu suchen, schreibt der Verein in einem Communiqué.

Nach dem Abgang von Michael Bur als interimistischer Leiter auf Ende August 2016 ging die Leitung des Naturparks Thal an Studer über. Zudem wurde der Abgang von Bur dazu benutzt, die Vereinsstrukturen schlanker zu gestalten. Damals Hintergrund der Trennung von Verein Region Thal und Bur waren differente Meinungen über die Ausrichtung des Vereins. Diese Reorganisation sei nun soweit abgeschlossen, wie Bruno Born, Präsident des Vereins Region Thal auf Anfrage bestätigte.

Mit den Änderungen in der Struktur fokussiere der Verein Region Thal seine Tätigkeiten auf den Bezirk Thal, welcher auch den Perimeter des Naturparks ausmache, heisst es in der Mitteilung des Vereins. Die Aufgaben, welche vorher beim Leiter Naturpark Thal lagen, bleiben auch nach dem Abgang von Bernhard Studer in den Händen des neuen Geschäftsführers. «Wir werden Bernhard Studer eins zu eins ersetzen», sagt Bruno Born.

Der ganze Veränderungsprozess sei für alle Beteiligten in diesem Jahr sehr anspruchsvoll gewesen, heisst es weiter. Seit 2012 und dem Engagement von René Urs Altermatt verlässt mit Studer nun bereits der Vierte mit einer gewichtigen Funktion innerhalb des Vereins das Region-Thal-Schiff. Überrascht worden von der Kündigung war Born indes nicht, sei man doch immer in gutem Kontakt gestanden.

Neuer Leiter ab April?

Doch was ist nun mit der Kontinuität, welche nach dem Abgang von Bur in das operative Geschäft des Vereins Einzug halten sollte? Schliesslich muss sich der Verein im Jahr 2019 mit einer neuen Charta darum bemühen, auch in Zukunft das Naturparklabel zu tragen. Diese Kontinuität sei auch nach der Ära Studer gegeben. «Studer hat sieben von neun Angestellte in der Geschäftsstelle selbst eingestellt», sagt Born.

Deshalb sei er guten Mutes, dass die Arbeit nahtlos weitergehen werde. Auch wenn während dreier bis vier Monaten kein Geschäftsführer das Ruder in der Hand halte. Für die nächsten drei Jahre soll der Verein gut aufgestellt sein. Dies soll auch Ines Kreinacke sicherstellen, welche ad interim gewisse noch zu definierende Aufgaben von Studer übernehme, so Born. Sie sei in ihrer Haupttätigkeit etwa auch für die Entwicklung der neuen Charta zuständig.

Um einen neuen Geschäftsführer zu finden, wurden am Dienstagabend die ersten Gespräche geführt. «In einem Dreiergremium erarbeiten wir ein Anforderungsprofil», so Born. Zudem will der Verein eine externe Firma beiziehen, welche bei der Kandidatensuche helfen soll. Die Stelle soll ab idealerweise ab April 2017 wieder besetzt werden. Bernhard Studer wollte seinen Entscheid auf Anfrage nicht kommentieren.