Hauptthema der letzten Gemeinderatssitzung war die geplante Fusion der Raiffeisenbank Dünnerntal mit den Raiffeisenbanken Mümliswil-Ramiswil und Holderbank. Über den Zusammenschluss wird die Generalversammlung am 1. April befinden können. Der Gemeinderat steht dieser Fusion skeptisch gegenüber.

Die Bank in Welschenrohr sei auch für sich alleine durchaus tragfähig, findet der Rat. Der Hauptsitz würde sich nach erfolgter Fusion in Mümliswil befinden, was den Verlust von zwei Vollzeitstellen in der Gemeinde bedeuten würde, wie der Rat dazu festhält.

Der Gemeinderat befürchtet ferner, dass auch die nach der Fusion in Welschenrohr verbleibende Geschäftsstelle der Raiffeisenbank mittelfristig von einer Schliessung betroffen sein wird. Dies, weil an der Orientierungsversammlung im Januar von den Verantwortlichen erwähnt wurde, dass bis in etwa fünf Jahren die Fusion mit der Raiffeisenbank Balsthal zu einer Raiffeisenbank Thal geplant sei.

Der Gemeinderat beschloss aus diesen Gründen sich für die Eigenständigkeit der Raiffeisenbank Dünnerntal stark zu machen und Raiffeisen Schweiz in einem offenen Brief die genossenschaftlichen Grundgedanken in Erinnerung zu rufen. Um die Schliessung der Geschäftsstelle in Welschenrohr zu verhindern, werde sich der Gemeinderat gegen die geplante Fusion mit der Raiffeisenbank Mümliswil-Ramiswil und Holderbank wehren, wird im Schreiben an Raiffeisen Schweiz hervorgehoben.

Cornelia Dippon, Verwaltungsratspräsidentin der Raiffeisenbank Dünnerntal, zeigte sich überrascht vom Widerstand aus Welschenrohr. Dass 200 Stellenprozente von der Geschäftselle in Welschenrohr nach der Fusion nach Mümliswil verlagert würden, stellte sie nicht in Abrede. Insgesamt würde wegen der Fusion aber niemandem gekündigt.

Zur Befürchtung, dass die in Welschenrohr verbleibende Geschäftsstelle nach dem Zusammenschluss aller Thaler Raiffeisenbanken geschlossen werden könnte, konnte sich Dippon nicht äussern. Eine Garantie abgeben könne sie keine. Wenn die angestrebte Fusion aber nicht zustande komme, drohe ein Zwangszusammenschluss. «Dann können wir nicht mehr selbst bestimmen, welchen Weg wir gehen wollen», so Dippon. (eva/sww)