Härkingen
Gemeinderat sagt Ja zur Schulsozialarbeit auf Primarschul-Stufe

Die Schulsozialarbeit auf der Primarschulstufe beschäftigt den Gemeinderat schon seit längerer Zeit. Ein Entscheid war fällig. Nächstes Jahr soll die SSA eingeführt werden. Dazu soll härkingen künftig mit Nachbargemeinden zusammen arbeiten.

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Im August 2016 soll in der Primarschule Härkingen die Schulsozialarbeit eingeführt werden. (Archiv)

Im August 2016 soll in der Primarschule Härkingen die Schulsozialarbeit eingeführt werden. (Archiv)

HR Aeschbacher

Eine Einführung der SSA auf Primarschulstufe in den Gemeinden innerhalb des Schulkreises der Kreisschule Gäu scheiterte vor gut einem Jahr daran, dass nicht alle Gemeinden mitwirken wollten.

Der Gemeinderat Härkingen ist aber klar der Ansicht, dass der Bedarf für eine Schulsozialarbeit auf Primarschulstufe aufgrund der vorherrschenden Rahmenbedingungen klar gegeben ist.

Es ist aber auch eine Tatsache, dass eine Kleingemeinde alleine eine Schulsozialarbeit kaum autonom einrichten könnte, da es aufgrund des notwendigen Pensums wie auch aus finanziellen Überlegungen nicht möglich wäre.

Aus diesem Grund wurde der Schulleiter Remo Eckert beauftragt, mit anderen Gemeinden des Zweckverbandes Kreisschule Gäu Abklärungen anzustellen, betreffend Pensum und Kosten für eine mögliche gemeinsame Lösung.

Egerkingen hat entschieden

Der Gemeinderat Egerkingen hat bereits Mitte Jahr beschlossen eine SSA auf Primarschulstufe mit einem Pensum von 45 Prozent auf Schuljahresbeginn 2016/17 einzurichten. Auch in der Gemeinde Niederbuchsiten wird derzeit eine Schulsozialarbeit auf Primarschulstufe diskutiert.

Nach eingehender Diskussion hat der Gemeinderat beschlossen, die Schulsozialarbeit an der Primarschule Härkingen mit einem Pensum von 15 Prozent per 1. August 2016 (Beginn Schuljahr 2016/17) einzuführen.

Der Schulleiter ist zusammen mit dem Ressortchef beauftragt worden, mit den beteiligten Gemeinden (Egerkingen und allenfalls auch Niederbuchsiten) eine Vereinbarung betreffend künftiger Zusammenarbeit auszuarbeiten.

Der Gemeinderat ist überzeugt, dass mit dieser gemeindeübergreifenden Lösung ein attraktives Pensum für die Schulsozialarbeit in der Höhe von mindestens 60 Prozent ausgeschrieben werden kann.

Unterkunft für Asylsuchende

Das Amt für Soziale Sicherheit des Kantons Solothurn hat den Gemeinden Mitte Jahr die Verteilung der Asylsuchenden (Verteilung 2015, Stand 30. Juni 2015) mitgeteilt.

Daraus wird ersichtlich, dass die Gemeinde Härkingen das effektive Aufnahmesoll nicht mehr erfüllt und dementsprechend einen kleinen Rückstand aufweist. Diese Tatsache würde in den kommenden Jahren weiter verschärft, weil jährlich eine aufzunehmende Personenzahl dazukommt.

Aufgrund dieser Rahmenbedingungen hat er Gemeinderat beschlossen, den bestehenden, derzeit nicht mehr nutzbaren Asylantencontainer im Jahr 2016 zu ersetzen. Die entsprechenden Kosten werden innerhalb des Budgets 2016 aufgenommen.

Problem Spitex-Wegkosten

Das Amt für Soziale Sicherheit des Kantons Solothurn hat ein Merkblatt erlassen, welches eine Abwälzung der Wegkosten an die Spitex-Klienten zulässt. Die Empfehlung ist, nicht mehr als 6 Franken pro Einsatztag und Klient (Wegpauschale) zu verrechnen.

Diese Wegpauschale würde zusätzlich zur bereits zu leistenden Patientenbeteiligung dem Klienten verrechnet.

Der Gemeinderat hat sich sehr eingehend mit dieser Thematik auseinandergesetzt. Würde diese Wegpauschale an die Klientinnen und Klienten weiterverrechnet, so könnte die Gemeinderechnung etwas aufgebessert werden, da der Gemeindebeitrag an die Spitex etwas reduziert werden könnte.

Der Gemeinderat ist aber einstimmig der Ansicht, dass damit am falschen Ort gespart würde.

Unter anderem aus sozialen Gesichtspunkten wäre ein solcher Entscheid nicht vertretbar. Dementsprechend wird sich an der bisherigen Praxis nichts ändern und die Wegkosten für Spitex-Leistungen werden weiterhin von der Gemeinde übernommen. (cmh)

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