Welschenrohr
Gemeinderat hilft Verein, den Skilift zu sanieren

Der Welschenrohrer Gemeinderat unterstützt die Sanierung eines der beiden Skilifte mit 10'000 Franken.

Fränzi Zwahlen-Saner
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Bruno Kissling

1973 wurde in Welschenrohr die Skiliftgesellschaft gegründet. Sie betreibt mit ihren 13 Mitgliedern bis heute zwei kleine Skilifte. Im letzten Winter konnte eine Anlage über einige Tage betrieben werden, was leider nicht jedes Jahr der Fall ist. Dennoch möchte die Skiliftgesellschaft jeden Winter die Anlagen am Schattenberg betriebsbereit halten.

Nun entspricht insbesondere der untere Lift nicht mehr den heutigen Sicherheitsstandards. So wie die Anlage heute ausgerüstet ist, kann sie noch bis im Jahr 2021 betrieben werden; danach müsste dieser Lift geschlossen werden. Die Sanierung mit einer neuen Elektronik kostet 10'500 Franken, eine Summe, welche die Finanzkraft des Vereins bei weitem übersteigt. So kam die Anfrage an den Gemeinderat, der Skilift-Gesellschaft bei diesem Vorhaben behilflich zu sein.

Der Welschenrohrer Gemeinderat sprach sich an seiner letzten Sitzung einstimmig dafür aus, den Skilift-Betreibern zu helfen. Dieses niederschwellige Skiangebot soll in Welschenrohr unbedingt erhalten bleiben, wurde gesagt. Die ehrenamtliche Arbeit der Gesellschafts-Mitglieder sei lobenswert, auch wenn das Bereitstellen der Anlagen manchmal vergebens sei, weil das Wetter nicht mitspiele. Sei die Bewilligung erst mal entzogen, wäre es unmöglich, eine Neue zu bekommen, wurde argumentiert. Der Rat beschloss einstimmig, 10'000 Franken für die nötige Sanierung der Anlage im Budget 2020 vorzusehen.

Ein weiteres sportliches Thema wurde diskutiert: «Inlineplatz - wie weiter?». Der Rat beschloss, den Platz im Grossen und Ganzen weiter zu betreiben. Die neu angeschafften Banden sollen montiert werden, auch damit im Winter eine mögliche Eisfläche hergestellt werden könnte. Die defekten Netze werden abmontiert.

Quälende Vakanzen im Gemeinderat

Seit längerer Zeit fehlt dem Welschenrohrer Gemeinderat ein ordentliches Mitglied der FDP. Das Ressort Soziales ist daher unbesetzt. Ebenfalls fehlt ein Ersatzmitglied für die FDP. Somit sollte sich die Partei auf die Suche nach zwei Gemeinderatsmitgliedern machen. FDP-Vertreter Thomas Mägli versicherte dem Rat, dass man auf der Suche sei, es jedoch schwierig sei, jemanden zu finden.

Auch für die CVP sollte noch ein Ersatzmitglied gesucht werden. Offen sind zudem Sitze in der Finanzkommission (Vize-Präsidium), der Flüchtlingskommission, der Natur-, Umwelt- und Gesundheitskommission und im Musikschul-Vorstand. Gemeindepräsidentin Therese Brunner rief alle Ratsmitglieder auf, bei der Suche nach Kolleginnen und Kollegen tätig zu werden.

Sich ärgern über «Solothurn»

Die Gemeindepräsidentin ging die Pendenzenliste des Rates durch. Dabei zeigte sich, dass es einige Geschäfte gibt, die bereit zur Realisierung wären, es aber bei den Bewilligungsbehörden in der kantonalen Verwaltung zu Verzögerungen kommt. Der Gemeinderat machte seinen Unmut darüber Luft.

Gemeinderätin Anna Béguelin informierte ihre Ratskollegen, dass sie privat eine Eingabe an das Justiz- und Baudepartement einreicht. Es geht um die Aufhebung der Postautohaltestelle Zelgli zwischen Welschenrohr und Gänsbrunnen. Grund für die Aufhebung sei, dass die Haltestelle nicht behindertengerecht ausgebaut werden könne, da die Kosten dafür zu gross wären. Béguelin und einige ihrer Nachbarn wehren sich gegen dieses Vorhaben mit Kopie an die Postautogesellschaft. Der Gemeinderat Welschenrohr hatte ebenfalls mit Befremden von der Aufhebung der Haltestelle Kenntnis genommen und unterstützt jetzt die Eingabe Béguelin.