Hägendorf

Gemeinderat hebt Mahnfinger zu den Projekten

Baustelle Strassensanierung. (Symbolbild)

Baustelle Strassensanierung. (Symbolbild)

Anpassungen im Rahmen der Sanierung «Bachstrasse-Kirchrain-Allerheiligenstrasse: Die Sicherheit des Langsamverkehrs steht für den Gemeinderat im Zentrum.

Der Gemeinderat Hägendorf hat zu den Projekten «Bachstrasse-Kirchrain-Allerheiligenstrasse, Umgestaltung Belagsanierung» (Vorprojekt) und Allerheiligenstrasse / Etappe Nord, Weinhaldenfeld bis Langenbruckstrasse» (Bauprojekt) Stellung genommen. Der Kanton wird in den nächsten Jahren den ganzen Abschnitt in mehreren Etappen sanieren. Die Kommission für Umwelt, Planung und Verkehr und der Gemeinderat schlagen deshalb Anpassungen vor. Hierbei steht die Sicherheit, insbesondere für die Schülerinnen und Schüler, im Vordergrund.

Ein primäres Thema für den Gemeinderat stellt die Geschwindigkeit im Bereich der Schulhäuser dar. Sie soll einerseits durch bauliche Massnahmen beeinflusst, andererseits aber nach Ansicht der Gemeinde auch durch Reduktion der Geschwindigkeit (im Bereich Schulhaus) unterstützt werden.

Die Einlenker aus den Quartieren (z.B. Hübeli, Gässli, Vogelberg, Langenbruckstrasse, Buchenweg) und die Fussgängerstreifen sollen aus Sicht des Rates verbessert werden. Von grosser Bedeutung ist aus Gemeindesicht auch die Frage nach dem Umleitungsverkehr. Hier verlangt die Gemeinde Lösungen, welche für die Quartier-Anwohner weniger belastend sind. Dies gilt besonders für den Durchgangsverkehr von und nach Bärenwil. Der Gemeinderat hat in diesem Zusammenhang einen Kredit von 7500 Franken für die externe Ausarbeitung von Gestaltungsmöglichkeiten im Bereich Schule und Einfahrt Dorfplatz genehmigt.

In Bezug auf die Entlastung der A2 besteht im Raum Basel Handlungsbedarf. Bei den dafür vorgesehenen Bauarbeiten werden mehr als 1,5 Mio Kubikmeter Aushub anfallen, welche das Bundesamt für Strassen auf der neu zu realisierenden Deponie Schlatt lagern möchte.

Die Gemeinde Hägendorf unterstützt den Gedanken einer Deponie Schlatt, hat aber dazu auch konkrete Vorstellungen: Der an der ausserordentlichen Bürgergemeindeversammlung vom 19. September 2017 beschlossene Dienstleistungsvertrag soll die verbindliche Grundlage der Deponie sein. Die Zu- und Wegfahrten haben demnach ausschliesslich ab der A2 zu erfolgen (inkl. Installationen). Entlang der Belchensüdrampe sind Lärmschutzmassnahmen zu realisieren. Es soll ausschliesslich Material aus den Projekten Rheintunnel und Sanierung Belchentunnel im Schlatt gelagert werden und CO2-Emissionen sollen mit Zertifikaten kompensiert werden.

Das Amt für Umwelt hat die Gemeinden aufgefordert bis zum 12. April Stellung zum Hochwasserschutz und der Revitalisieurung Dünnern zu nehmen. Ziel ist es, mittels Revitalisierung und/oder Hochwasserschutz die Eintretenswahrscheinlichkeit und das Schadenausmass von Hochwassern zu minimieren; insbesondere bei Ereignissen, welche alle 10 bzw. 100 Jahre auftreten. Für die Gemeinde Hägendorf sind folgende Punkte von besonderer Wichtigkeit.

  • Die Grundwasserversorgung soll nicht zusätzlich mit Dünnerninfiltrat belastet werden.
  • Die Belastung der Landschaft durch bauliche Anpassungen sind möglichst tief zu halten.
  • Die Kosten müssen sich in einem nachvollziehbaren Rahmen bewegen.
  • Von den beiden vorgesehenen Varianten
  • Durchlauf: Das heisst: Brücken, Durchgänge müssten entsprechend angepasst werden) und
  • Dünnerngrube (Bereitstellung eines Beckens, welches im Bedarfsfall geflutet und nach dem Ereignis kontrolliert geleert würde)

bevorzugt die Gemeinde Hägendorf aufgrund des Infiltratrisikos, der Realisierbarkeit und der Kosten die Variante Dünnerngrube. Eine Solche wäre im Bereich Oensingen/Kestenholz zu realisieren. Der Gemeinderat hat die Vernehmlassung entsprechend beschlossen und die Bauverwaltung mit der Weiterleitung beauftragt. (mgt/otr)

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