Egerkingen
Gemeinderat gibt grünes Licht: Martinstrasse rückt ins Zentrum

Für die geplante Strassenraumgestaltung Martinstrasse hat der Gemeinderat erste Arbeiten vergeben. Zu reden gaben die Parkplätz, welche neu geschaffen werden sollen.

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Zu reden gaben die Parkplätz, welche im Rahmen der Strassenraumgestaltung neu geschaffen werden sollen.

Zu reden gaben die Parkplätz, welche im Rahmen der Strassenraumgestaltung neu geschaffen werden sollen.

Chris Iseli

Am 15. Juni 2015 erteilte die Gemeindeversammlung grünes Licht für die Strassenraumgestaltung Martinstrasse, mit welcher der Bachkanal aufgewertet sowie der Gemeindeanteil der Martin-strasse und der Martinplatz bis zum Vorplatz der römisch-katholischen Kirche (Lindenplatz) neu gestaltet werden sollen. Die Kosten für die Projektumsetzung belaufen sich auf 775 000 Franken, die röm.-kath. Kirchgemeinde beteiligt sich mit 79 950 Franken (50 Prozent Kosten Martinplatz und 75 Prozent Kosten Lindenplatz).
Zwischenzeitlich wurde von der werk1 architekten ag, olten, in Zusammenarbeit mit der KFB Pfister AG, Egerkingen, das Ausführungsprojekt sowie die Submission für den Gemeindeteil mit dem Bachkanal erstellt. Der Rat vergab die Arbeiten:

  • ARGE STA AG/Dörfliger AG, Egerkingen, Tiefbau- und Strassenarbeiten, 267 001.55 Franken, inkl. MwSt;
  • Reinhold Dörfliger AG, Egerkingen, Baumeister- und Natursteinarbeiten, 309 205.85 Franken, inkl. MwSt;
  • Kummer Garten- und Landschaftsbau AG, Egerkingen, Gärtnerarbeiten/Ausstattung, 38 981.30 Franken, inkl. MwSt.

Parkplätze beim Rauberplatz
Nebst den Arbeitsvergaben befasste sich der Gemeinderat mit einem weiteren Antrag der Werkkommission, beim Rauber-Platz den Parkplatz mit zwölf Plätzen zu realisieren. Insbesondere im Hinblick darauf, dass mit der Umgestaltung der Martinstrasse die heute genutzten inoffiziellen Parkplätze entlang dem Bach aufgehoben werden.

Der Gemeinderat entschied, mit der Realisierung von Parkplätzen beim Rauber-Platz zuzuwarten, da er sich einerseits zum Ziel gesetzt hat, Grünanlagen zu erhalten bzw. auszubauen. Andrerseits will er die Situation zuerst beobachten. In der Zeit vom 4. Februar bis 4. März 2016 liegen der «Erschliessungsplan Martinstrasse» und die «Umgestaltung Martinstrasse, Vorprojekt genehmigt» öffentlich auf.

Mit dem Regierungsratsbeschluss vom 22. September 2015 wurde der Teilzonen- und Gestaltungsplan «Überbauung Bahnhofpark» genehmigt. Während der Erstellung des Gestaltungsplans wurde eine Umlegung von je einer durch das Grundstück verlaufenden Wasser- und Kanalisationsleitung diskutiert und Lösungen aufgezeigt. Nun liegt das Baugesuch für eine erste Bauetappe vor.

Die durch das Grundstück verlaufenden Leitungen werden noch nicht tangiert, doch sollte später das im Erschliessungsplan vorgesehene Trottoir entlang dem Bahnhofplatz erstellt werden.

Im Auftrag der Werkkommission erstellte die KFB Pfister AG, Egerkingen, eine Vorstudie mit Kurzbericht/Kostenvoranschlag für Strassen- und Werkleitungsbauten:

  • Strassenbau beim Bahnhofplatz mit Trottoir gegen die neue Überbauung;
  • neue Abwasserleitung Bahnhofstrasse bis zum Bahnhofplatz;
  • Vergrösserung der bestehenden Kanalisation in der Paulusstrasse als Ergänzung zum genehmigten Projekt Wasserleitungsbau Paulusstrasse;
  • Wasserleitungsbau in der Bahnhofstrasse/beim Bahnhofplatz mit Ringschluss an die bestehen¬den Leitungen im Bereich des Bahnhofs.

Für alle Massnahmen muss gemäss der Kostenschätzung von einer Gesamtinvestition von rund CHF 1,3 Mio. ausgegangen werden. Die Kosten können teilweise über Perimeterbeiträge an die angrenzenden Grundeigentümer übertragen werden. (mgt/otr)