Wolfwil

Gemeinderat erteilt Familie Bewilligung für grössere Grabplatte

Eine Wolfwiler Familie will für ein Familien-Urnengrab eine spezielle Grabsteinplatte anfertigen lassen. (Symbolbild)

Eine Wolfwiler Familie will für ein Familien-Urnengrab eine spezielle Grabsteinplatte anfertigen lassen. (Symbolbild)

Der Gemeinderat bewilligte ein Gesuch für die Verlegung einer grösseren Grabplatte auf einem Urnengrab. Zudem wurde die Baukommission mit der Ausarbeitung von Verfügungen für den Grossanlass «Sonic 25» beauftragt.

Die Anfrage eines Steinhauers für Fertigung einer nicht reglementskonformen Steinplatte für ein Urnengrab löste im Gemeinderat eine Diskussion darüber aus, ob die Gemeinde auch Familiengräber anbieten sollte.

Im besagten Fall geht es um eine Familie, welche ein Solches in Form eines Urnengrabes errichten möchte. Aus diesem Grund wurde bereits ein erdbestattetes Familienmitglied in ein Urnengrab verlegt.

Die vom Steinhauer als Skizze vorliegende Grabplatte würde die Möglichkeit schaffen, dass dereinst vier Urnen in diesem Grab vereint werden könnten.

Zu diesem Zweck soll das erwähnte Urnengrab anstelle der im Reglement vorgesehenen 45 mal 45 Zentimeter grossen Steinabdeckung mit einer 94 mal 110 Zentimeter grossen Grabplatte eingedeckt werden. Dafür wurde um eine Ausnahmebewilligung ersucht.

Optische Einheit bleibt bestehen

Nach eingehender Diskussion nahm der Rat davon Abstand, Urnengräber für Familien neu ins Grundangebot aufzunehmen. Dagegen spreche die stetig rückläufige Anzahl von Bestattungen auf dem Friedhof. Der Rückgang betrage gegen 30 Prozent, wie erwähnt wurde.

Als Grund wurde erwähnt, dass immer mehr Leute die Urnen ihrer Familienangehörigen mit nach Hause nähmen oder deren Asche an einem ausgewählten Ort verstreuten. Mit Blick auf diese Entwicklung sprach sich der Gemeinderat für die beantragte Ausnahmebewilligung aus.

Allerdings mit der Auflage, dass die im Bestattungsreglement vorgeschriebene Höhe der Grabplatte von maximal 20 Zentimeter nicht überschritten werden darf. Dies, um die optische Einheit bei den Urnengräbern zu erhalten. Auch soll es künftig möglich sein, insgesamt vier Urnen in einem Urnengrab zu platzieren.

Mehrkosten für Schulinfrastruktur

Weiter verabschiedete der Gemeinderat die Abrechnung im Betrag von 83 000 Franken für Infrastruktur- und Renovationsarbeiten der Kreisschule Gäu auf dem Gelände der Schule Wolfwil. Die erste Kostenschätzung belief sich noch auf 50 000 Franken.

Verursacht wurden die höheren Kosten vor allem durch die neue Aufteilung der Schulräume sowie wegen der höheren Schülerzahlen, welche zusätzliche Massnahmen nötig machte.

Der Rat befasste sich ferner mit der von ihm bereits bewilligen Grossveranstaltung «Sonic 25», welche in der Nacht auf den 20. Dezember in der Industriezone Bännli mit rund 5000 Besuchern über die Bühne gehen soll.

Erste Gespräche mit den Veranstaltern, der Polizei, Security und Samariterdiensten wurden bereits geführt, wie Gemeindepräsident Georg Lindemann informierte.

Inzwischen wurde ein ganzer Aufgabenkatalog ausgearbeitet, um die Sicherheit während des Anlasses zu gewährleisten. Die Baukommission wurde mit der Formulierung der notwendigen Verfügungen zuhanden der Veranstalter beauftragt. Dies ist gemäss vorliegenden Informationen des Kantons Aufgabe der Gemeinde.

Der Rat war sich aber nicht einig, ob das wirklich der Fall ist. Eine Nachfrage beim Kanton soll Klarheit schaffen.

Veranstalter müssen Depot zahlen

Einig war sich der Gemeinderat hingegen, dass eine Absicherung gegen unerwünschtes Littering nach dem Grossanlass nötig sei. Um zu verhindern, dass die Gemeinde in einem solchen Fall einen finanziellen Schaden erleidet, beschloss der Rat die Erhebung eines Depots in der Höhe von 5000 Franken.

Dieses Depot soll mittels einer Verfügung Bestandteil der Bewilligung sein.

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