Härkingen
Gemeinderat erhebt Einsprache gegen 6-Spur-Ausbau der A1

Sandra Hänggi
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Die Autobahn bei Niederbuchsiten.

Die Autobahn bei Niederbuchsiten.

Bruno Kissling

Zwischen dem 8. Mai 2018 und dem 7. Juni 2018 wurden die Planunterlagen zum Nationalstrassenprojekt «Ausführungsprojekt N01, 6-Streifen-Ausbau Luterbach–Härkingen» öffentlich aufgelegt.

Die Autobahn A1 (Nationalstrasse N01) soll zwischen Luterbach und Härkingen von 4 auf 6 Streifen ausgebaut werden. Dafür zuständig ist das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK».

Zur Wahrung der Interessen der Einwohnergemeinde Härkingen hat der Gemeinderat eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die unterstützt wurde durch das Fachingenieurbüro BSB+Partner Ingenieure und Planer AG, Oensingen. Die Arbeitsgruppe hat geprüft, ob gegen das vorliegende Projekt Einwände zu erheben sind. Aus diesen Vorarbeiten resultierte schlussendlich ein rund 10-seitiger Einspracheentwurf. Dieser wurde anlässlich der Gemeinderatssitzung vom 5. Juni 2018 beraten und vom Ratskollegium zuhanden des UVEK verabschiedet.

Der Gemeinderat hat fristgerecht mit Schreiben vom 6. Juni 2018 gegen einige Punkte im Ausführungsprojekt Einsprache erhoben. Zentrale Elemente der Einsprache betreffen unter anderem den Bereich fehlender Lärmschutz. Dabei geht es insbesondere um die Überführungsbauwerke Bern–Basel und Basel –Zürich, die Zu- und Wegfahrt zur Baustelle und zu Installationsplätzen unter anderem durch ein Wohnquartier, Elemente des Langsamverkehrs, sowie die temporäre und dauerhafte Landbeanspruchung, wie etwa von Flurwegen.

Der Gemeinderat ist nicht gegen den Ausbau der Autobahn von 4 auf 6 Streifen. Allerdings vertritt er die klare Ansicht, dass seitens Bauherrschaft alles unternommen werden muss, um die betroffene Bevölkerung von den zu erwartenden Immissionen zu schützen.