Der Gemeinderat Matzendorf budgetiert für nächstes Jahr 3500 Franken für das Projekt «Raumnot» und zeigt damit, dass es ihm ernst ist mit der Jugendarbeit. Die zentralen Themen, über die bereits seit längerem diskutiert wird, sind bekannt. Neben dem Littering, dem Lärm auf dem Sportplatz, der Zusammenarbeit mit den Nachbarsgemeinden ist es auch die Sicherung der Zukunft der Jugendarbeit. Der Gemeinderat hat in letzter Zeit sehr offen und regelmässig darüber gesprochen.

Fachkräfte hinzuziehen

Nun geht er einen Schritt weiter und nimmt ein Beratungskonzept in Anspruch. Spezialisierte Fachkräfte sollen die verantwortlichen Personen in der Gemeinde dabei unterstützen, sinnvolle und griffige Lösungen für ein funktionierendes Miteinander im öffentlichen Raum zu finden. Dabei spielen die lokalen Akteurinnen und Akteure und natürlich die Jugendlichen eine zentrale Rolle. Trägerschaft dieses Projekts ist unter anderem das Blaue Kreuz. Wohl gibt es für die Probleme im öffentlichen Raum keine Patentlösung, aber in Matzendorf sollen mithilfe dieses Projekts konkrete, individuelle Lösungen geschaffen werden, die für alle Beteiligten befriedigend sind.

Asylwesen nicht regionalisieren

Der Gemeinderat ist sich darin einig, dass man das Asylwesen nicht regionalisieren soll, sondern vielmehr den Status quo beibehalten will. Zwar handle es sich beim Asylwesen um kein lukratives Geschäft. Auch stecke viel Aufwand und zum Teil Fronarbeit dahinter. Das seien zwar alles Gründe, die dafür sprechen würden, diese Aufgabe abzugeben. Jedoch ist der Gemeinderat davon überzeugt, dass – auch wenn die Regionalisierung in Kraft wäre – sich die betroffenen Personen sowieso bei der Gemeinde als erste Anlaufstelle melden würden.

Komme hinzu, dass bei einer Regionalisierung ein riesiger Verwaltungsapparat aufgebaut werden müsste, was wiederum mit sehr hohen Kosten verbunden wäre. Bleibe einzig zu klären, wie die Regelung betreffend Aufnahmesoll und Rückerstattung von Sozialhilfekosten aussehen wird, falls der Status quo beibehalten würde.

Abwartstelle wird frei

Der Gemeinderat nimmt Kenntnis von der Kündigung von Therese Schenk als Abwartin des Primarschulhauses auf Ende dieses Jahres und dankt ihr, für ihr persönliches Engagement im Umgang mit den Schulkindern und die hervorragende Arbeit, welche sie über Jahre geleistet hat. Der Gemeinderat ist bestrebt, diese Stelle wieder zu besetzen und freut sich auf die zahlreichen Meldungen auf das Stelleninserat im Anzeiger.

Des Weiteren hat der Gemeinderat einen Kredit von maximal 6000 Franken gutgeheissen für die Ersatzbeschaffung der Telefonzentrale der Verwaltung. Die Anlage ist in die Jahre gekommen und es kommt immer wieder zu Ausfällen.