Mümliswil-Ramiswil

Gemeinderat beschliesst Verkehrsmassnahmen im Dorfkern

Mehr Sicherheit: Ein Stopp-Signal bei der Ausfahrt im Vordergrund, ein Spiegel vis-à-vis dem Brunnen.

Mehr Sicherheit: Ein Stopp-Signal bei der Ausfahrt im Vordergrund, ein Spiegel vis-à-vis dem Brunnen.

200 Fahrzeuge sollen die Kreuzung Dorfstrasse, Schulweg, Hintere Gasse mitten im Dorf befahren. Durch einen Spiegel und ein Stoppsignal soll nun die Verkehrssicherheit erhöht werden.

Ein Einwohner von Mümliswil stellte dem Gemeinderat folgendes Begehren: «Die Kreuzung Dorfstrasse–Schulweg–Hintere Gasse ist sehr unübersichtlich. Täglich befahren über 200 Fahrzeuge diese Kreuzung. Vom Schulweg herkommend, hat der Fahrzeugführer keinen Einblick in die Dorfstrasse nordwärts. Aus diesem Grund stelle ich den Antrag, an besagter Stelle einen Spiegel anzubringen.»

Sowohl Rolf Ziegler, Leiter Verkehrsmassnahmen vom Amt für Verkehr und Tiefbau, wie auch der Gemeinderat befürworteten das Anbringen eines solchen Spiegels. Er sollte aber mit einer Stopp-Signalisation ab Schulweg, beziehungsweise Altem Postplatz kombiniert werden. Das Stoppsignal wird bei der Einmündung Alter Postplatz in die Dorfstrasse mit einer Bodenmarkierung versehen.

Kredit für Bereich Arbeitssicherheit

Gemeindepräsident Kurt Bloch hatte die Gemeinderatssitzung im Mümliswiler Werkhof eröffnet, wo gleich zwei wichtige Begehren besprochen wurden. Remo Hunziker, Leiter Werkhof, berichtete über unaufschiebbare Massnahmen im Bereich der Arbeitssicherheit.

Die wichtigsten Elemente daraus sind die Absturzsicherungen in gemeindeeigenen Liegenschaften wie zum Beispiel dem Werkhof, den Reservoirs, den Abwasseranlagen und den Schulhäusern sowie die Lagerung von Gefahrenstoffen.

Für die Arbeitssicherheit sind im Budget 2016 21 000 Franken enthalten. Aufgrund der Budgetvorgaben und der bereits ausgeführten Arbeiten können nicht alle Massnahmen umgesetzt werden. Trotzdem fallen für das Jahr 2016 höhere Kosten an. Diese betragen total 38 500 Franken. Somit musste der Gemeinderat auf Antrag der Werk- und Umweltschutzkommission einen Nachtragskredit von 17 500 Franken bewilligen.

Werkhof bekommt neues Fahrzeug

Etwas mehr zu diskutieren gab einmal mehr die Anschaffung eines neuen Kommunalfahrzeuges. Es handelt sich dabei um einen Pick-up. Zusammen mit den vorhandenen Fahrzeugen könne mit der Neuanschaffung ein viel effizienterer Betrieb gewährleistet werden, so Hunziker. Er verwies auf die hohe Dringlichkeit einer solchen Anschaffung.

Es gab auch kritische Stimmen, die sagten, dass die Notwendigkeit zwar gegeben, aber eine solch hohe Investition normal für das kommende Jahr budgetiert werden müsste. Ein entsprechender Antrag wurde abgelehnt. Auf Antrag der Werk- und Umweltschutzkommission wurde grossmehrheitlich beschlossen, einen Pick-up Nissan Navara DC für 32 000 Franken bei der Garage R. Saner AG, Mümliswil anzuschaffen.

Der Kredit wurde zulasten der Spezialfinanzierung «Wasserversorgung» bewilligt. Die Kosten für das neue Fahrzeug können durch das Verrechnen des Verkaufs des gemeindeeigenen Radbaggers noch etwas gesenkt werden.

Assistenzlektionen bewilligt

Schulleiterin Cécile Kamer begründete dem Gemeinderat ihre Anträge für die Bewilligung von Assistenzlektionen. Im nächsten Schuljahr werden 27 Kinder den Kindergarten für Fünfjährige und 26 Kinder denjenigen für Sechsjährige besuchen. Es werde in den nächsten zwei Schuljahren grössere Kindergartenabteilungen geben, danach würden die Kinderzahlen wieder sinken. Aus diesem Grund beschloss der Rat, für die Abteilung mit 27 Kindern acht Assistenzlektionen, für die andere Abteilung sechs Assistenzlektionen zu bewilligen.

In der 4./5. Primarschulklasse besuchen im nächsten Schuljahr 24 Schüler den Unterricht in Mümliswil. Für diese zweistufige Abteilung wurden sechs Assistenzlektionen gutgeheissen. Kamer orientierte auch über das laufende Schulprogramm und über die Massnahmen, die aufgrund der externen Schulevaluation auf den Stufen Schüler, Klasse, Schule, Lehrpersonen, Team und Schulleitung ergriffen wurden.

Im Zusammenhang mit der Erarbeitung der Stundenpläne für das kommende Schuljahr erwähnte die Schulleiterin, dass ein ökumenisch geführter Religionsunterricht in den unteren Klassen sehr grosse Vorteile hätte für die Stundenplangestaltung, was zu diskutieren gab.

Die Wasserleitung in der Vorstadtstrasse (Teilstück Nord) muss ersetzt werden. Dazu wurde ein Bruttokredit von 38 000 Franken zulasten der Investitionsrechnung 2016 bewilligt. Die Kosten für die Strassensanierung betragen rund 13 000 Franken.

Die Arbeiten können in Koordination mit der Elektragenossenschaft Mümliswil-Ramiswil erfolgen, was eine Reduktion der Kosten für die Gemeinde zur Folge haben wird. Die neuen Statuten der Abwasserentsorgung ARA Falkenstein wurden zuhanden der Gemeindeversammlung einstimmig genehmigt.

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