Kurt Bloch ist nicht enttäscht über das schlechte Abschneiden seiner Gemeinde. «Es ist ja nichts Neues. Wir haben einen breiten Rücken», meint der Gemeindepräsident von Mümliswil-Ramiswil. Das Problem mit der geringen wirtschaftlichen Attraktivität betreffe die Gemeinde Mümliswil-Ramiswil eigentlich nicht alleine. «Es betrifft das ganze Thal», so Bloch.

Wenn man die Komponenten des Weltwoche-Rankings betrachte, sei Rang 908 von 908 betrachteten Gemeinden logisch. «Die Gemeinden im Thal sind nicht reich. Von unseren Leuten hat nicht jeder zweite einen Hochschulabschluss.» Dafür seien die Lebenskosten im Thal etwas billiger, ergänzt Bloch.

Weiter erklärt Bloch zur Situation des Thals: «Das Nadelöhr Klus lässt keine Entwicklung zu. Es ist klar, dass die jungen Leute lieber nach Oensingen ziehen, von dort sind sie viel schneller in Bern oder Zürich.»

Bloch ärgert sich ein wenig, dass man das Augenmerk immer nur auf die allerletzte Gemeinde im Ranking richtet. Denn im Kanton Solothurn habe es ja einige Gemeinden, die unter den letzten 30 seien. Ein Blick auf die Liste zeigt: Dazu gehören die Gemeinden Zuchwil (903), Gerlafingen (888), Dulliken (886), Bellach (885), Balsthal (881) und Derendingen (879).

Der Gemeindepräsident würde gerne einmal ein Ranking mit anderen Komponenten wie Infrastruktur oder Vereinsleben sehen. «Da würden wir dann viel besser da stehen.»

Keine Änderungen geplant

Konkrete wirtschaftliche Verbesserungsmassnahmen sind in Mümliswil-Ramiswil wegen der schlechten Platzierung nicht geplant. Man sei froh, könne man wieder gleich viele Arbeitsplätze - 850 an der Zahl - wie vor zehn Jahren bieten, so Bloch. Denn dazwischen sei die Anzahl zurückgegangen.

Bloch betont zu guter Letzt die Wohnbauförderung, welche die Gemeinde betreibt. So seien gerade zehn Einfamilienhäuser im Bau. Es gäbe auch keine Probleme, Käufer dafür zu finden. (lsc)