Laupersdorf

Gemeinde verkauft altes Waschhäuschen beim Pfarrhaus

Das Wäschehäuschen neben dem alten Pfarrhaus.

Das Wäschehäuschen neben dem alten Pfarrhaus.

Nachdem die Gemeindeversammlung dem Verkauf des historischen Gebäudes zustimmte, ist der Weg für die Sanierung frei.

Das Pfarrhaus Laupersdorf wurde im Jahr 1791 als frühklassizistischer Bau nach den Plänen von Paolo Pisoni, dem Neffen des Erbauers der St.-Ursen-Kathedrale in Solothurn, erstellt. Die Pfarrhaus-Scheune war bereits im Jahr 1640 an das alte Pfarrhaus aus dem Jahr 1519 angebaut worden. Das frühere Waschhäuschen, das in die Mauer des Pfarrhaus-Gartens eingebaut ist, trägt die Jahreszahl 1757.

Pfarrhaus, Waschhäuschen und die Umgebungsmauer des Pfarrhaus-Gartens stehen unter Denkmalschutz. Die Römisch-katholische Kirchgemeinde Laupersdorf hat vor drei Jahren das Pfarrhaus an den Einheimischen Ferdinand Bader verkauft. Er bewohnt seither mit seiner Familie das Pfarrhaus. Im Zuge der zweiten Renovationsetappe (Fassade Wohnhaus) des Pfarrhauses wurde Ferdinand Bader von Stefan Blank, Amtsleiter für Denkmalpflege und Archäologie des Kantons Solothurn, darauf hingewiesen, dass das kleine Waschhäuschen auf der Südwestseite des Pfarrhauses zeitgleich und mit denselben Materialien renoviert werden sollte. Laut Stefan Blank bilden die beiden Gebäude eine eingetragene und schützenswerte Einheit.

Die gesamte Fassade, Teile des Gemäuers, das Dach sowie Fenster und Tür des Waschhäuschens müssen saniert werden. Allein die Gipser- und Malerarbeiten belaufen sich gemäss einer Richtofferte auf rund 35000 Franken. Besitzerin des Waschhäuschens ist nicht die Kirchgemeinde, sondern die Einwohnergemeinde, weil dieses Häuschen früher für die Bewohner des Oberdorfes zum Wäschewaschen benutzt wurde. Zuletzt hatte die Einwohnergemeinde das Waschhäuschen einem benachbarten Landwirt zur Nutzung vermietet, dieser benötigt es aber nicht mehr. Ferdinand Bader unterbreitete dem Gemeinderat Laupersdorf den Vorschlag, das Waschhäuschen käuflich zu erwerben.

Er möchte es künftig fachgerecht restaurieren und das Gebäude als Gerätehaus für den Garten nutzen. Der Gemeinderat Laupersdorf stimmte diesem Vorhaben einstimmig zu und legte als Verkaufspreis eine Summe von 2500 Franken fest. Nachdem auch die Gemeindeversammlung im Dezember 2019 dem Verkauf zustimmte, kann der Gemeinderat den Verkauf nun vollziehen.

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