Nachdem schon die letzten beiden Rechnungsabschlüsse ein grosses Plus aufwiesen, regnete es 2017 gar einen Rekordgewinn von 3,4 Millionen Franken in die Gemeindekasse von Oberbuchsiten. Gemeindepräsident Daniel Lederer relativierte an der Gemeindeversammlung sogleich, dass mehr als 2,1 Millionen Franken davon einmalig seien. Trotzdem freuten sich die 39 anwesenden Stimmberechtigten über diesen Reibach und waren mit der vorgeschlagenen Gewinnverwendung einstimmig einverstanden: 2,65 Millionen Franken gehen in den Vorfinanzierungstopf für neuen Schulraum, 500'000 Franken dienen für zusätzliche Abschreibungen und 304'641 Franken landen im Eigenkapital.

Bei der Investitionsrechnung resultierten Nettoinvestitionen von 2,48 Millionen Franken, budgetiert waren solche von 4,695 Millionen Franken. Schuld an der grossen Abweichung sind in erster Linie nicht beeinflussbare aufgeschobene Projekte von Drittseite. Die Spezialfinanzierungen Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung und Abfallentsorgung schlossen allesamt mit teils erheblichen Überschüssen ab.

Die Elektrizitätsversorgung Oberbuchsiten (EVO) darf auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken, obwohl die Strombezugsmenge um 1,2 Prozent auf 9730 MWh sank. Die Erfolgsrechnung 2017 schliesst bei einem Ertrag von 1,611 Millionen Franken aus dem Energiegeschäft mit einem Bruttogewinn von 665'572 Franken ab. Der Reingewinn von 144'153 Franken wird vollumfänglich den Reserven zugewiesen.

Neubau Reservoir Hard kommt

Der Zweckverband Wasserversorgung Gäu beabsichtigt das Niederbuchsiter Reservoir Buechban von aktuell 400 auf 1000 Kubikmeter Kammerinhalt auszubauen. Mit diesem Umbau will man das fehlende Speichervolumen des Zweckverbandes kompensieren und eine mehrjährige Zukunftssicherheit schaffen. Die Kosten für das gesamte Projekt belaufen sich auf rund 2,3 Millionen Franken und die Inbetriebnahme ist für Anfang 2021 vorgesehen. Da die Spezialfinanzierung Wasserversorgung ein stattliches Eigenkapital aufweist, ist laut Werkpräsident Robert Gurtner nicht mit einer Erhöhung der Wassergebühren zu rechnen.

Auf Nachfrage aus der Versammlung ging Gurtner auch auf die Zukunft des dorfeigenen Reservoirs Hard ein. Um den Wasserdruck im oberen Dorfteil garantieren zu können, drängt sich ein Neubau auf. Aus diesem Grund plant die Gemeinde, nächstes Jahr mit einem entsprechenden Kreditantrag vor den Souverän zu treten.

Teilweise neue Strassennamen

Ohne Gegenstimmen genehmigten die Stimmbürger auch ein Einbürgerungsgesuch eines Iraners. Im Weiteren genehmigte die Versammlung die Statutenrevision der Kreisschule Gäu. Die Umnummerierung der Gebäude wird offenbar auch die teilweise Schaffung neuer Strassennamen beinhalten.

Die Planungen des Schulraums würden voranschreiten und man rechne damit, im Frühling 2019 ein weiteres Mal vors Volk treten zu können. Zum Schluss ehrte Lederer die Verdienste des Gemeindearbeiters Patrik Jenni, der gleichzeitig auch als Brunnenmeister wirkt. Seit genau 10 Jahren steht er in Oberbuchsiter Diensten, was mit Applaus und einem Präsent gewürdigt wurde. (BUX)