Oensingen
Gemeinde hebt Rayonverbot auf - Vater ist erleichtert

Thomas Jurt, der Vater eines der drei Fussball spielenden Knaben, ist zufrieden, dass der Oensinger Gemeinderat das verhängte Arealverbot aufgehoben hat.

Alois Winiger
Merken
Drucken
Teilen
Thomas Jurt

Thomas Jurt

Alois Winiger

Herr Jurt, wie geht es Ihnen nach diesem medialen Sturm?

Thomas Jurt: Danke, ich bin wirklich sehr erleichtert und konnte wieder einmal richtig gut schlafen, nachdem ich davon erfahren habe, dass das Arealverbot aufgehoben worden ist.

Wie haben Sie diesen medialen Sturm erlebt?

Ich war völlig überrumpelt. Insbesondere von der Heftigkeit der Reaktionen. Denn eigentlich wollte ich ja nur meinem Ärger Luft verschaffen. Aber offenbar habe ich halt damit ein Thema getroffen, zu dem viele etwas zu sagen haben.

Sie wirken ziemlich locker, ist da kein Groll mehr vorhanden?

Nein, der ist verflogen. Ich habe keinen Grund mehr dazu, denn meine Forderungen sind erfüllt worden. Das Verbot ist aufgehoben, die Spielplätze können viel länger benutzt werden, die Gemeinde hat zugegeben, dass die Kommunikation nicht geklappt hat. Und Gemeindepräsident Markus Flury hat sich für das harsche Vorgehen entschuldigt.

Vonseiten der Gemeinde wurde betont, man habe aus diesem Fall gelernt. Sie auch?

Ja sicher. Ich würde auf jeden Fall zuerst das direkte Gespräch suchen mit den Verantwortlichen. Und was die Verbreitung von Nachrichten via Internet angeht, so werde ich vorsichtiger sein und besonders an die eventuellen Folgen denken. Es hatten nämlich Leute unter den Folgen dieses Falles zu leiden, die gar nichts damit zu tun haben. Dafür möchte ich mich entschuldigen.

Der 41-jährige Thomas Jurt machte via Facebook bekannt, dass sein Sohn und zwei Kollegen mit Arealverbot beim Schulhaus Oberdorf in Oensingen bestraft wurden. Und löste damit ein gewaltiges Medienecho aus.