Asylzentrum
Gemeinde Egerkingen ist gar nicht beschwerdeberechtigt

Das kantonale Verwaltungsgericht hat das Baugesuch für die Umnutzung der ehemaligen Klinik Fridau erteilt und dem Kanton Solothurn Recht gegeben. Beschwerdeberechtigt sind aber nur die privaten Beschwerdegegner - nicht so die Gemeinde.

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Für das Verwaltungsgericht spricht nichts dagegen, dass der Kanton den Anbau Ost (Vordergrund links) der ehemaligen Klinik Fridau ob Egerkingen während dreier Jahre als Durchgangszentrum für 80 Asylsuchende nutzen darf.

Für das Verwaltungsgericht spricht nichts dagegen, dass der Kanton den Anbau Ost (Vordergrund links) der ehemaligen Klinik Fridau ob Egerkingen während dreier Jahre als Durchgangszentrum für 80 Asylsuchende nutzen darf.

HR.Aeschbacher

Der Kanton Solothurn kann die ehemalige psychiatrische Klinik Fridau in Egerkingen als Unterkunft für 80 Asylbewerber nutzen. Das kantonale Verwaltungsgericht hat das Baugesuch für die Umnutzung der Unterkunft erteilt. Die Bewilligung mit Auflagen ist auf drei Jahre befristet.

Das Urteil des Verwaltungsgerichts ist aber noch nicht rechtskräftig: 69 Privatpersonen, die gegen das Umnutzungsgesuch des Kantons Einsprache erhoben und sich danach auch am Verwaltungsgerichtsverfahren beteiligt hatten, können nun innert 30 Tagen Beschwerde in öffentlichrechtlichen Angelegenheiten ans Bundesgericht erheben.

Nicht beschwerdeberechtigt ist hingegen die Einwohnergemeinde Egerkingen, die damals keine Einsprache gegen das Baugesuch erhoben hatte.

Ob die Privatpesonen das Urteil vor Bundesgericht ziehen wollen, konnte ihr Anwalt Markus Spielmann (Olten) am Donnerstag noch nicht sagen. (cva)