Die sieben Künstler gehören zum Club der Lenz Friends und geniessen den regen Gedankenaustausch über ihre Arbeit, über die Kunst allgemein und veranstalten zahlreiche Ausstellungen miteinander, die in der Öffentlichkeit auf grosses Interesse stossen.

Grossstadtleben, Grossstadthektik

In dieser Ausstellung gehen sie dem Thema Grossstadt nach und zeigen Bilder, Fotografien und Objekte, auch in raffinierten Kombinationen, geprägt von städtischer Atmosphäre, die den Betrachter fesseln und begeistern.

Menschen eilen durch die Strassen, im Bildraum mit Farbstiften fein eingefangen, und erzählen von der Hektik des Grossstadtlebens. Diese Arbeiten sind von Bruno Leuenberger. Christoph R. Aerni präsentiert einen Aussenseiter mit einer Tragtasche, einsam und mit fragendem Gesicht – ein Bild von faszinierender Ausstrahlung.

Auch seine anderen Arbeiten erzählen vom Leben in der Stadt, von Begegnung und Einsamkeit, von Suche und versponnener Poesie. Giulio Cemin geht altem Gemäuer nach, malt raffinierte Strukturen, die aus dem Bildraum hinauswachsen, aber auch die Grossstadt unter Wasser wird zu einem Erlebnis.

Martin Heim übermalt Fotografien mit Farbstiften und gibt diesen Aussagen eine besonders starke Ausstrahlung. Man erkennt Menschen aneinandergedrängt in der Eile des Alltags, Bilder aus Hongkong, Berlin und London.

Fritz Brack setzt sich mit städtischen Strukturen von Häusern auseinander, mit Velobildern setzt er einen humorvollen und auch hintergründigen Kontrast zum städtischen Leben. Kurt Bader präsentiert in seinen Fotografien Grossstadtansichten, spielt mit Strukturen und Stimmungen.

Eindrucksvoll ist das Bild des Kunstwerkes in Helsinki, die Fidelium-Skulptur. Edy A. Wyss ist mit zwei Grossobjekten vertreten, Gebilde aus Glas, Metall und hellen Flächen, höchst spielerisch gegeneinander versetzt, grossflächig aus Einzelteilen gestaltet, oder beim einen Objekt aus Holzelementen, farbig markiert, das an Hinterhofholzfassaden in Kapstadt erinnert.

Man lässt sich gefangen nehmen von der Lebendigkeit dieser Aussagen, die einen fühlbar machen, was ein «Glasfassadenspiel» geprägt von Eindrücken in Manhattan aus 260 Einzelteilen für eine Dynamik hat.

Die sieben Kunstschaffenden sind dem Thema Grossstadt mit viel Talent und Leidenschaft nachgegangen, sie lieben diese Atmosphäre, das Hintergründige, die Hektik, aber auch die Schönheit der Strassen und Fassaden, die Strukturen und Markierungen, die zu einmaligen Aussagen animieren.

Es ist dies eine der schönsten Ausstellungen der letzten Zeit, die die Künstler miteinander realisiert haben. Immer ist der Mensch auf eine besondere Art präsent, erzählt von Hektik und Bewegung, von rasch wechselnden Abläufen, und doch steht die Grossstadt im Mittelpunkt.