Im Dachstock der Schälismühle Oberbuchsiten trafen sich am Samstag rund vierzig Mitglieder der Gäuer Spielleute, um an der 14. Generalversammlung Rück- und -Ausblick zu halten. Der Präsidentin Margot Leuenberger kam die schöne Aufgabe zu, Hausautor und Vorstandsmitglied Christoph Schwager im Namen des gesamten Vereins noch einmal zum Gewinn des «Prix Pro Wartenfels» zu gratulieren.

Nebst dieser Ehrung gab es an der Generalversammlung auch eine traurige Nachricht. Das Ehrenmitglied Cäcilia Jäggi-Burkhardt war letzten Dezember verstorben und die Spielleute ehrten sie in einer stehenden Andacht.

Wenn die Spielleute – wie das 2016 der Fall war– nicht selber Theater machen, dann gehen sie Theater schauen. Im vergangenen Jahr holten sie sich gleich dreimal Inspiration und Unterhaltung bei anderen Produktionen. So wurden Theaterstücke in Murten, Niedergösgen und Balsthal besucht und nebst der Theater- auch die Vereinskultur gepflegt.

Schälismühle als «Haus des Lebens»

Haupttraktandum war an der Generalversammlung natürlich das neue Theaterstück, das am 25. August zur Uraufführung kommt. Es wird eine weitere Freilichtaufführung vor der Schälismühle sein. Nachdem bei der letzten Produktion «Adam Zeltner - ein Leben zwischen Mühlen» die Schälismühle als Wohnhaus eine wichtige Rolle innehatte, so wird das Gebäude dieses Jahr zum «Haus des Lebens».

Und zwar für Albert Einstein. Der geniale und humorvolle Physiker wird einen Einblick in sein sehr facettenreiches Leben geben. Doch keine Angst, beim neuen Stück wird es nicht um physikalische Phänomene, Formeln oder um die exakte Biografie Einsteins gehen. Der Titel «Einsteins Frauen» macht es klar: Es geht um einen Mann und die Frauen in seinem Leben.

Berührend und humorvoll

Autor und Regisseur Christoph Schwager hat wie gewohnt intensiv und sorgfältig recherchiert, zahlreiche Bücher über Einstein gelesen und sehr viel Spannendes und nicht allgemein Bekanntes über den Erfinder der Relativitäts-Theorie herausgefunden.

Und natürlich wäre Schwager nicht Schwager, könnte er aus diesem Stoff nicht ein Stück schreiben, das schon nur beim davon Erzählen freudige Erregung und grosse Bilder hervorruft. Etwa, wenn Einstein senior auf Einstein junior trifft. Oder wenn aus Einsteins Schrank plötzlich diverse (Ehe)-Frauen auftauchen. Oder wenn ganze Liebesbriefe durch das Bühnenbild düsen.

Oder wenn sich Einsteins Frauen ein wahres Tanzduell liefern. Ensemble und Publikum können sich gleichermassen auf einen ungewohnten, berührenden und ganz bestimmt auch sehr humorvollen Einblick in das Leben eines Genies freuen.

Für diese Produktion setzt Christoph Schwager erneut auf die bewährte und sehr kreative Zusammenarbeit mit der bekannten Choreografin Yvonne Barthel. Sie war bereits bei früheren Produktionen der Spielleute mit an Bord. Als absoluter Profi und begnadete Tänzerin versteht sie es, eindrückliche, ausdrucksstarke Tanzszenen zu schaffen.

Spielleute suchen Tänzerinnen

Einige Sequenzen und Begegnungen aus Einsteins Leben werden durch Tänzerinnen dargestellt. Hierzu suchen die Gäuer Spielleute noch tänzerisch begabte Frauen.

Voraussetzung ist Erfahrung in Jazz- oder Modern Dance. Das Casting für die Tanzcrew findet am 8. April nachmittags statt. Anmeldeschluss ist der 4. März.

Tanzfreudigen Frauen jeden Alters bietet sich damit die Chance, mit einer professionellen Choreografin bei einer unvergesslichen Produktion mitzumachen.