Für rund 25 Männer und Frauen wird dieser Sommer alles andere als ein gewöhnlicher Sommer. Sie werden ab 21. August auf der Freilicht-Bühne bei der Schälismühle stehen und dem Publikum das Leben und Wirken von Adam Zeltner erzählen. Die ersten Proben haben bereits statt gefunden. Menschen des 21. Jahrhunderts werden nicht von heute auf morgen zu Mägden, Müllern, Wirten, Soldaten oder Landvögten des 17. Jahrhunderts. Im Fokus der ersten Proben ist deshalb immer die Person, die gespielt wird. Fragen wie «wie alt bin ich, wie gehe ich, wie tönt meine Stimme, wer sind meine Freunde» wollen geklärt sein.

Für Autor und Regisseur Christoph Schwager ist diese Arbeit am Anfang zentral. Nur wer weiss, wen er spielt, spielt ihn auch glaubhaft. Die ersten Abende gehören also ganz der Rollenfindung. Es geht darum, seine Person zu entdecken, sie kennen zu lernen, einzutauchen in ein anderes Leben, in ein anderes Jahrhundert.

Neugier und Spiellust ist spürbar

Und natürlich wird auch bereits gespielt. Schliesslich sind hier Menschen am Werk, die mit viel Leidenschaft, Neugier und Spiellust auf der Bühne stehen. So ist es nicht verwunderlich, dass schon bei den allerersten Proben spannende, lustige und glaubhafte Szenen auf der improvisierten Bühne gezeigt werden. Wenn der noble Herr Huttenlocher seiner Charlotte galant den Arm bietet, wenn die resolute Hanny ihre Stimme erschallen lässt oder auch wenn die Jumpfer Mathildi dem Dorf sagt, was es zu tun gibt, ist bereits spürbar, dass hier etwas Grossartiges zur Aufführung kommen wird.

Nun gibt es für die Schauspielenden erst mal eine kurze Pause. Die Spielleute haben Zeit, um ihren Text zu lernen, bevor dann im Juni die Proben in der Schälismühle aufgenommen werden.

Projektteam ist am Planen

Weiter am Wirken sind die Leute rund um die Produktion. Das Projektteam ist am Planen, Denken, Ausprobieren, Fotografieren, Probekochen, Bauen, sowie anderem mehr, damit ab 21. August alles steht und das Publikum in den Genuss einer aussergewöhnlichen Produktion kommt.

Mit der Aufführung «Adam Zeltner – ein Leben zwischen Mühlen» bringen die Gäuer Spielleute ein historisches Stück auf die Bühne, das vom Leben der Menschen im 17. Jahrhundert erzählt, von ihren Sorgen, der Unzufriedenheit mit der Regierung, vom Bauernkrieg und vom Bestreben eines Mannes, mit Vernunft weiter zu kommen als mit Waffen. Schwager ist wichtig, das Stück trotz der seiner Tragik unterhaltsam daher kommen zu lassen. Mit Einflechtung des nicht übersehbaren Bezugs zur heutigen Welt in das Stück.

Die Aufführungen finden vom 21. August bis 12. September statt. Der Vorverkauf beginnt Mitte Juli.