Oberbuchsiten

Gäuer Spielleute führen neues Ticketsystem für Stück über Titanic ein

Im vergangenen Jahr führten die Gäuer Spielleute das Stück «Einsteins Frauen» auf der Freilichttheater-Bühne vor der Schälismühle in Oberbuchsiten. Der finanzielle Erfolg blieb jedoch aus, weshalb ein neues Ticketsystem her muss.

Gäuer Spielleute "Einsteins Frauen"

Im vergangenen Jahr führten die Gäuer Spielleute das Stück «Einsteins Frauen» auf der Freilichttheater-Bühne vor der Schälismühle in Oberbuchsiten. Der finanzielle Erfolg blieb jedoch aus, weshalb ein neues Ticketsystem her muss.

Für das dritte Freilichttheater der Gäuer Spielleute vor der Schälismühle müssen Tickets im Voraus online erworben werden. Für die Aufführung «Emma und die Titanic — ein Aawangnerin reist mit» sucht der Theaterverein noch einen jungen Schauspieler.

Im vergangenen Jahr lief es nicht ganz so, wie es sich die Gäuer Spielleute vorgestellt haben: Das Stück «Einsteins Frauen» kam beim Publikum zwar sehr gut an und wurde als bisher gelungenste Aufführung gelobt, der finanzielle Erfolg blieb jedoch trotzdem aus.

«Eine Freilichtaufführung hängt halt immer vom Wetter ab», sagt Präsidentin Margot Leuenberger. Und dieses habe nicht mitgespielt. Nur an den ersten beiden Abenden konnte das Theater auf der «Bühne» vor der Schälismühle in Oberbuchsiten bei angenehmen Temperaturen aufgeführt werden. Während den darauffolgenden Aufführungen war es zum Teil kalt und regnerisch.

Das habe sich natürlich auf die Zuschauerzahlen ausgewirkt. «Es darf nicht sein, dass man Billette bestellt und diese dann wegen des schlechten Wetters nicht bezieht», so Leuenberger weiter. Die Theatergruppe war deshalb bereits kurz nach der Dernière davon überzeugt, dass man sich für Tickets etwas überlegen müsse: Die Bezahlung soll künftig vorher erfolgen und nicht erst an der Abendkasse.

Dies setzen die Gäuer Spielleute nun um: Die Tickets können neu über die Ticketplattform Eventfrog bezogen werden. «Die etwas älteren Zuschauer können die Billette aber immer noch telefonisch bestellen», sagt Leuenberger. «Sie erhalten dann einfach eine Rechnung, die sie vorausbezahlen müssen.»

Mitreisende im Mittelpunkt

Ende August beginnen die Aufführungen für das neue Stück «Emma und die Titanic — ein Aawangnerin reist mit». Statt den Untergang des Kreuzfahrtschiffes in den Vordergrund zu stellen, behandelt das Stück die Geschichten der Mitreisenden. Was waren ihre Beweggründe für die Reise? Was hat sie damals erfreut, erschüttert oder beschäftigt? Wie haben sie die Reise erlebt?

Hauptfigur ist die Zofe Emma Sägesser aus Aarwangen. Sie ist die Angestellte der Pariser Sängerin Ninette, deren Geliebter, der bekannte Geschäftsmann Benjamin Guggenheim, den beiden Frauen die Fahrt erster Klasse auf dem Kreuzfahrtschiff ermöglicht.

Deren Lebensgeschichten sowie diejenigen weiterer Schweizer Erst- oder Drittklasspassagiere sollen im Stück erzählt werden. Dabei wird Musicaldarstellerin Michaela Gurten aus Olten die Sängerin Ninette verkörpern und das Publikum mit ihrem Gesang verzaubern.

Noch ein Mann gesucht

Vor knapp einem Monat fand sich das Projektteam zum Start in der Schälismühle ein. Dabei zeigten sich drei neue Gesichter: Ruth Bader übernimmt die Verantwortung für die Kostüme, Jacqueline Kobler designt alle Drucksachen und Jacky Berger wird Presseverantwortliche. Ebenfalls mit an Bord sind, wie jedes Jahr, die Genossenschaft Schälismühle und die Wohn- und Arbeitsgemeinschaft Casa Fidelio.

Bei der Jungfernfahrt der Titanic 2 am 23. August werden zwölf Schauspielerinnen und zehn Schauspieler mitwirken. Dafür fand Mitte Januar ein Casting im Schwager Theater in Olten statt, zu dem rund 20 Interessierte erschienen.

«Uns fehlt momentan noch ein junger Schauspieler zwischen 25 und 40 Jahren», sagt Leuenberger. Ansonsten sei das Team aber komplett und startet Ende Februar bereits mit den ersten Leseproben.

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