Den Samstagabend am Jahreskonzert des Opus One Orchestra in Laupersdorf zu verbringen, ist ein grosses Vergnügen. Das hat sich auch dieses Jahr vollauf bestätigt. Kaum geht das Licht aus, ist es still in der voll besetzten Kreuzackerhalle.

Das Publikum wartet gespannt auf eine abwechslungsreiche und unterhaltsame Live-Show. Die Bigband, unter der versierten und topmotivierten Leitung ihres Bandleaders Walter Vonarburg, spürt die gute Stimmung im Saal und gibt, was sie kann. Um es vorwegzunehmen: Ihre Vorstellung ist beeindruckend.

Funke springt auf Publikum über

Bereits ab dem ersten Stück «Ghostbusters» von Ray Parker Junior aus dem Jahre 1984 ist das Publikum mit Begeisterung dabei. Die erste Hälfte des Konzerts des Opus One Orchestra bewegt sich musikalisch zwischen 1960 und 2017 und bietet Funk, Rock, Swing und Popnummern. Diese Vielseitigkeit kommt beim Publikum gut an und wird mit anhaltendem Applaus und «Bravo»-Rufen goutiert.

Verschiedenste Musikerinnen und Musiker der Bigband spielen im Anschluss Soli. An dieser Stelle seien Pascal Müller und Cäsar Meier stellvertretend für alle Solistinnen und Solisten erwähnt. Pascal Müller, der ruhig und topkonzentriert seine Soli auf dem Xylofon zum Besten gab, und Cäsar Meier, dessen Trompetenspiel ein Genuss ist.

Gabi Grob glänzt als Sängerin

Den Abschluss der ersten Hälfte macht das Stück «Love» von Frank Sinatra, ein Swing, der zum Mitschnipsen animiert. Doch die beeindruckende gesangliche Interpretation des Songs durch Gaby Grob lässt jegliches Mitschnipsen vergessen.

Während der Pause kommt leises Gemurmel auf. Die Unruhe hat mit dem Auftritt von Ehrenpräsident Willy Jeker und seinem traditionellen Witz zu tun. Was ist da los? Nach dem Stück «Hold the line» von Toto lässt Willy Jeker das Publikum aufatmen und bringt den Saal mit einem gelungenen Witz zum Lachen.

Die zweite Hälfte des Konzertabends übertrifft das bereits beeindruckende musikalische Niveau. Und wieder sind verschiedenste Stile vertreten. Unter anderem wird das Stück «Sunnedeck» von Patent Ochsner gespielt. Stephan Meister am Akkordeon und Simon Bläsi mit dem Stihl-Saxofon entführen das Publikum musikalisch in slawische Gefilde.

Innehalten und die Musik spüren

In einer der wenigen Ansprachen des Bandleaders Walter Vonarburg macht er folgende Aussage: «Es gibt Stücke, die sind rockig, es gibt Stücke, die sind fetzig, und es gibt Hymnen.» «Imagine» ist eine davon. Ist «Steets i truure» von Rumpelstilz eine weitere? Als Zugabe präsentiert, lässt einen dieses Stück einen Moment innehalten und manch eine Person hat vielleicht ein wenig Gänsehaut gespürt. Und genau das macht das Opus One Orchestra aus und den Konzertabend zu einem besonderen Erlebnis.